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Nawalnys Freunde: "Es war doch Gift"

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Nawalnys Freunde: "Es war doch Gift"
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Freunde des russischen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny haben der These einer Vergiftung neuen Auftrieb verschafft. Zwar sagten Ärzte, es sei noch keine giftige Substanz nachgewiesen worden. Doch Konstantin Jankauskas, ein Vertrauter Nawalnys, sieht das anders.

Gegenüber Euronews sagte Jankauskas: "Es gibt da ein Problem. Der Krankenhausdirektor ist nicht einfach nur ein Arzt. Er ist politisch aktiv und Mitglied der Putin-Partei Einiges Russland. Hier geht es um Politik, nicht um Alekeis Gesundheit. Aleksei Nawalny wurde mehrere Tage wie ein Gefangener behandelt, lange genug, um das Gift nicht mehr in seinem Blut nachweisen zu können. Damit soll sichergestellt werden, dass die Untersuchung zu keinem Ergebnis kommen wird."

Präsidentensprecher: "Nur ein Verdacht"

Der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, Dmitry Peskow, sagte, es gebe bislang keine Bestätigung für eine Vergiftung Alexei Nawalnys: "Ein Verdacht ist nichts weiter als ein Verdacht. Vergiftung oder nicht, das muss durch ein Labor bestätigt werden. Wir müssen auf die Testergebnisse warten."

Jankauskas: "Gift ist Teil von Putins Politik"

Es ist nicht das erste Mal, dass jemand Opfer einer mutmaßlichen russischen Giftattacke wurde. Konstantin Jankauskas analysiert im Euronews-Interview die Situation folgendermaßen: "Gift ist in Russland ein Mittel der Politik. Manchmal bekommen Oppositionspolitiker Gift verabreicht. Der wohl bekannteste Fall ist der Herrn Litwinenkos, der an der Vergiftung starb. Gift ist leider Teil von Putins Politik."

Zudem sei der mögliche Tatort von Navalnys Vergiftung, ein Café in Omsk, unmittelbar nach dessen Abflug geschlossen und den Angestellten Redeverbot erteilt worden.