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Zwischen Hoffnungsträger und Reizfigur: Der Putin-Gegner Alexej Nawalny

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Zwischen Hoffnungsträger und Reizfigur: Der Putin-Gegner Alexej Nawalny
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Er ist Anwalt und Anti-Korruptions-Aktivist. Vor allem aber hat sich Alexej Nawalny als Kremlkritiker einen Namen gemacht, als jemand, der der Korruption der Putin-Regierung nachspürt.

Seit den frühen 2000erjahren veröffentlicht Nawalny in Blogs seine Erkenntnisse. Seine Youtube-Show zieht ab 2017 regelmäßig Millionen Zuschauer an.

Und eine von ihm produzierte Doku über das Vermögen des damaligen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew ist bisher 21 Millionen Mal angesehen worden.

Die Korruption der Eliten aufzudecken, dies steht nach wie vor im Kern seiner Arbeit, für die er eine eigene Stiftung ins Leben gerufen hat.

2011 und 2012 ging er während der Proteste nach der Parlaments- und Präsidentenwahl weiter in die Öffentlichkeit. 2013 bewarb er sich um das Bürgermeisteramt in Moskau, er kam auf 27 Prozent der Stimmen. Im selben Jahr wurde er zum Vorsitzenden der nationalliberalen Fortschrittspartei.

Aus der Partei Jabloko war er zuvor ausgeschlossen worden, wegen fremdenfeindlicher und nationalistischer Töne, wie es hieß. Immer wieder wurde Nawalny eine Nähe zu Rechten und Nationalisten vorgeworfen.

Pavel Golovkin/Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.
Nawalny während seiner Präsidentschaftskandidatur 2017Pavel Golovkin/Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.

2016 begann er seine Kampagne als Präsidentschaftskandidat und Herausforderer von Wladimir Putin. Sein Vorhaben, 2018 an der Wahl teilzunehmen, wurde allerdings verboten.

Russische Behörden wiederum haben ihm wiederholt Veruntreuung und Betrug vorgeworfen. Mehrfach wurde er bereits verhaftet, für seine Anti-Kreml-Proteste verbrachte er bereits einige Zeit im Gefängnis.

Immer wieder wurde er selbst angegriffen. So erlitt er etwa bei einer Attacke mit einer Chemikalie eine Verletzung am Auge.

Der Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte urteilte, die Verhaftungen Nawalnys zwischen 2012 und 2014 seien politisch motiviert gewesen und verstießen gegen seine Menschenrechte. Moskau sieht das anders und nannte das Urteil fragwürdig.