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Solidarität mit Belarus: 30 km lange Menschenkette durch Litauen

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Solidarität mit Belarus: 30 km lange Menschenkette durch Litauen
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In Litauen haben sich Zehntausende bei einer Protestaktion solidarisch mit den Demonstranten in Belarus gezeigt. Von der Hauptstadt Vilnius bis zum Ort Medininkai an der litauisch-belarussischen Grenze entstand eine rund 30 Kilometer lange Menschenkette.

Am "Freiheitsweg" nahmen rund 50.000 Menschen teil, sie fassten sich nach Angaben der Veranstalter an den Händen - mit Mundschutz und meist auch mit Handschuhen.

Auch der litauische Außenminister Linas Linkevičius nahm an der Aktion teil: "Das Mindeste, was wir tun können, ist, moralische Unterstützung und Solidarität zu zeigen. Wir werden keine Regierung ersetzen oder eine Regierung bilden.

"Ich kann nicht einfach schweigen"

Viele Demonstranten waren weiß gekleidet. Sie hielten litauische und historische belarussische Flaggen in den Händen und hatten Blumen dabei. Robertas aus Litauen betonte, er sei gegen die Gewalt, die zu Beginn der Proteste entstand: "Das ging mir sehr nahe. Ich kann nicht einfach schweigen."

"Ich muss sagen, dass ich den Litauern sehr dankbar bin", sagt Karina aus Belarus. "Wir haben viele Freunde, die zu uns halten. Sie stehen uns bei und waren in einer Art und Weise für uns da, wie es in Belarus nicht möglich wäre. Ich bin ihnen wirklich dankbar, dass sie das organisiert haben."

"Freiheitsweg" - Erinnerung an August 1989

Die belarussische Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja dankte den Litauern in einer Videobotschaft für ihre Hilfe und Unterstützung.

Die Menschenkette in Litauen sollte an den "Baltischen Weg" vom 23. August 1989 erinnern. Damals hielten sich rund zwei Millionen Esten, Letten und Litauer über eine Strecke von 600 Kilometern an den Händen, um für ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion zu demonstrieren.

Zum 31. Jahrestag des "Baltischen Wegs" bringen die Menschen in Litauen ihre Unterstützung für einen demokratischen Wandel in Belarus zum Ausdruck.