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Streit um Erdgas im Mittelmeer - Griechenland erweitert seine Hoheitsgewässer

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Streit um Erdgas im Mittelmeer - Griechenland erweitert seine Hoheitsgewässer
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Griechenland hat seine Hoheitsgewässer von bislang sechs auf zwölf Seemeilen ausgedehnt. Dies gilt jedoch nur für das Seegebiet im Westen des Landes im Ionischen Meer, teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Parlament mit.

Gleichzeitig kündigte Mitsotakis an, dass Athen zu einem Dialog mit der Türkei über die Festlegung des Festlandsockels sowie der Ausschließlichen Wirtschaftszone AWZ in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer bereit ist.

Dazu Analyst Konstantinos Filis:

"Wir können uns nicht nur auf das Völkerrecht berufen, Griechenland muss es auch nutzen. Wir müssen es als ein Land umsetzen, das das Seerecht respektiert. Deshalb ist ein Schritt zur Erweiterung der Küstenzone im Rahmen des griechisch-ägyptischen Abkommens, wie es nach dem Abkommen mit Italien geschehen ist, angebracht".

"Der Zeitpunkt dafür liegt im Ermessen der Regierung, um die bereits angespannten Beziehungen zur Türkei nicht zu beeinträchtigen".

Athen versucht mit der begrenzten Ausdehnung seiner Hoheitsgewässer nur im Westen, Ankara nicht zu provozieren. Das türkische Parlament hatte im Jahr 1995 eine Ausdehnung der griechischen Hoheitsgewässer in der Ägäis als Kriegsgrund für die Türkei erklärt.

"Die Situation ist auf einem hohen Spannungsniveau. Schiffe und Maschinen werden von Menschen bedient und es gibt einen hohen Prozentsatz von menschlichem Versagen, Unfällen und auch Provokationen. All dies kann uns an den Rand eines Konflikts zwischen NATO-Mitgliedsstaaten bringen".

Ankara hat bilaterale Gespräche mit Athen durch Verteidigungsminister Hulusi Akar angeboten. Gleichzeitig hat die Türkei die umstrittene Erdgas-Suche ihres Forschungsschiffs im östlichen Mittelmeer bis zum 1.September verlängert.