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Bulgarien brodelt: Die Regierung widersteht

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Kundgebung in Bulgarien
Kundgebung in Bulgarien   -   Copyright  NIKOLAY DOYCHINOV/AFP or licensors
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Wieder waren in Sofia Tausende auf den Beinen: Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow kämpft gegen den Druck von der Straße und für sein politisches Überleben. Im Parlament wurde über Verfassungsänderungen verhandelt, die Borissows konservative Partei vorgeschlagen hat, im Freien forderte die Menge den Rücktritt der Regierung. Diese werde von schwerreichen Geschäftsleuten ferngesteuert, meinen die Regierungsgegner.

Bargeldbündel, Goldbarren und eine Pistole auf dem Nachttisch

Politikwissenschaftler Christo Panschugow kommentiert: „Bisher hat der Ministerpräsident nicht auf die Fragen der Demonstranten geantwortet: Die Fragen nach dem Einfluss von Oligarchen, nach den Bildern, die vom Ministerpräsidenten zu sehen waren, und danach, wer tatsächlich an der Spitze der Regierung steht. Wenn diese Fragen nicht beantwortet werden, wird es kein Ende der Proteste geben.“

Vor einigen Wochen waren Fotos aufgetaucht, die angeblich Borissows Schlafzimmer zeigen sollten: Samt Bargeldbündeln, Goldbarren und einer Pistole auf dem Nachttisch. Der Ministerpräsident wies die Aufnahmen als Fälschungen zurück. Staatspräsident Rumen Radew schloss sich der Forderung der Demonstranten an und rief die Regierung zum Rücktritt auf.