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Isoliert von der Außenwelt - strenge Ausgangssperre in Havanna

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Isoliert von der Außenwelt - strenge Ausgangssperre in Havanna
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Ungewohnte Bilder aus der kubanischen Hauptstadt Havanna, leere Straßen, alles geschlossen, nur patrouillierende Polizei.

Strenge Maßnahmen inklusive Flughafenschließungen hatten Covid-19 in Kuba praktisch eliminiert, mit Ausnahme der Hauptstadt, hier waren die Infektionsfälle zuletzt gestiegen. Jetzt wurde in Havanna für die nächsten 15 Tage eine strikte Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Havanna ist vom Rest des Landes isoliert. Die mehr als 2 Millionen Einwohner sind ohne Kontakt zur Außenwelt - zumindest analogen.

Strenge Maßnahmen: Kinder, ältere und Menschen mit Behinderungen dürfen nicht raus

Von sieben Uhr abends bis fünf Uhr morgens dürfen die Menschen ihre Wohnungen nicht verlassen.

Kinder, ältere und Menschen mit Behinderungen dürfen gar nicht raus. Das Trinken von Alkohol ist in der Öffentlichkeit verboten. Außerdem ist es nicht erlaubt, in Havanna ein- oder auszureisen. Geldstrafen liegen zwischen 80 und 120 Dollar.

Die Bevölkerung akzeptiert die Maßnahmen weitgehend, das Gesundheitssystem ist nicht gut und die Angst vor Covid-19 groß. Antonio Pupo wohnt in Havanna, er sagt: "Wir müssen das machen, wir sind dazu gezwungen. Wir müssen, um zu sehen, ob es sich ein wenig verbessert."

Auch Miriam Lima will sich an die Maßnahmen halten: "Ich gehe nur kurz raus, mein Brot kaufen, ab 19 Uhr können wir nicht mehr auf die Straße. Wir haben unser Essen und unsere Sachen schon vorbereitet." Miriam Lima will nicht nur die vorgeschriebenen 15 Tage zuhause bleiben, sondern mindestens einen Monat, sagt sie.

Während Havanna im Lockdown ist, kehrt im Rest des Landes wieder Leben in den Schulen ein.

An diesem Dienstag startet für hunderttausende Schüler im Zentrum und Osten des Landes nach mehr als sechs Monaten der Unterricht. Die Maßnahmen sind streng, aber die Kinder kehren gerne zurück.

Kuba hat bisher etwa 4.000 Coronavirus-Infektionsfälle und rund hundert Todesfälle registriert.