Eilmeldung
This content is not available in your region

Belarus: Opposition weiß nicht, wo Kolesnikowa ist

euronews_icons_loading
Belarus: Opposition weiß nicht, wo Kolesnikowa ist
Copyright  AP/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Verschwinden der belarussischen Oppositionellen Maria Kolesnikowa ist ihr Aufenthaltsort weiterhin unklar. Die 38-Jährige war am Montag verschwunden und am Dienstag laut Grenzschutz mit zwei Mitarbeitern in Richtung ukrainische Grenze gefahren. Laut Opposition sollte sie gegen ihren Willen außer Land gebracht werden.

Nun bestätigten Behörden und Opposition, das Kolesnikowa festgenommen wurde. Die exilierte Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja forderte die Freilassung ihrer Mitstreiterin:

"Wir haben seit über 24 Stunden nichts mehr von Maria Kolesnikova gehört", so Tichanowskaja gegenüber euronews. "Sie wurde einfach entführt. Wir kämpfen weiter. Wir gewinnen, unsere Demonstrationen und unsere Streiks wirken. Wir glauben, dass das Regime kurz vor dem Ende steht. Dass sie Menschen entführen, zeigt, dass sie Angst haben und nicht wissen, was sie tun sollen. Also machen wir weiter und wir werden gewinnen."

Lukaschenko: Sitze vielleicht schon etwas zu lange auf meinem Posten

Unterdessen räumte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko gegenüber russischen Medien ein, dass er vielleicht schon etwas zu lange auf seinem Posten sitze. Aber er sei der Einzige, der die BelarussInnen jetzt beschützen könne.

Lukaschenko hatte sich nach 26 Jahren an der Macht bei den Präsidentschaftswahlen vor einem Monat mit 80 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt. Seit dem dauern die Proteste gegen ihn an. Die Opposition hält Tichanowskaja für die wahre Siegerin. Die Abstimmung wird international als grob gefälscht kritisiert.