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Achtung, Krokodil! Baden, Kanufahren, Angeln sind an der Unstrut verboten

Spitzkrokodil im Kanal am Kernkraftwerk Turkey Point, Florida, USA, 16.11.2011
Spitzkrokodil im Kanal am Kernkraftwerk Turkey Point, Florida, USA, 16.11.2011   -   Copyright  Wilfredo Lee/AP
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Treibt ein Krokodil sein Unwesen in der Unstrut? Das behaupten jedenfalls mehrere Augenzeugen, die das Tier am Rande des mitteldeutschen Flusses gesehen haben.

Nachdem das Tier mehrere Behörden beschäftigt hat, wird nun ein Fachmann eingeschaltet. "Wir hoffen, dass sich der Experte möglichst bald vor Ort ein Bild machen kann", sagte der Pressesprecher des Landratsamts des Kyffhäuserkreises in Thüringen, Heinz-Ulrich Thiele, an diesem Montag.

Eine Pferdebesitzerin hatte Anfang September die Behörden informiert, das Reptil an der Unstrut bei Schönewerda gesichtet zu haben. Es sei rund 2 Meter lang gewesen und hätte ihre Pferde scheu gemacht. Sie habe das Krokodil, das mit offenem Maul am Ufer lag, dann ins Wasser gleiten sehen.

Die zuständige Behörde hat nun reagiert. Das Landratsamt des thüringischen Kyffhäuserkreises erließ eine Verordnung, die das Baden, Kanu fahren, Angeln und Radfahren bis auf weiteres untersagt. In der Verordnung des Landratsamtes heißt es: "An der Glaubhaftigkeit dieser Meldung gab es aufgrund der detaillierten Schilderungen zu Größe und Verhalten des Tieres keine Zweifel."

Erfolglose Suche

Später waren flussabwärts bei Roßleben in Ufernähe Krokodilspuren entdeckt worden - eine Suchaktion der örtlichen Einsatzkräfte blieb erfolglos.

Schon Ende August hatten Anwohner die Behörden über das Krokodil informiert - damals in der Nähe von Tröbsdorf im Burgenlandkreis. Auch dort konnte das Tier nicht eingefangen werden.

Die Behörden befürchten vor allem einen Angriff auf Menschen. Auch die Möglichkeit einer Scherzmeldung wurde ausgeschlossen.