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30 Mio. Infizierte: Hoffnung auf Impfstoff und Schnelltest

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Impfstoff-Test in Kanada
Impfstoff-Test in Kanada   -   Copyright  AP Photo
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Weltweit haben sich jetzt 30 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt - das ergibt eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP.

Die Suche nach einem Impfstoff gegen Covid-19 läuft weltweit auf Hochtouren. Die Weltgesundheitsorganisation hat aktuell 182 Impfstoffprojekte erfasst - weitere acht stehen in den Startlöchern.

Bis vor wenigen Jahren wären von der Analyse eines Virus bis zur Zulassung eines Imfstoffs 15 bis 20 Jahre ins Land gegangen. Heute, im Kampf gegen die Pandemie, soll es schneller gehen.

Relativ weit fortgeschritten und aussichtsreich schien ein gemeinsames Projekt der Universität Oxford mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca.

Das Vakzin AZD1222 war in den USA schon in der Testphase drei. Dabei wird nach der Verträglichkeit bereits die Zuverlässigkeit des Schutzes untersucht. Zehntausende Freiwillige nahmen an der Testreihe teil.

Dann der Rückschlag. Mindestens ein Proband zeigte unerklärliche neurologische Symptome. Diagnostiziert wurde jetzt ein seltenes entzündliches Rückenmarksproblem, dass zum Stoppp der Massenuntersuchungen in den USA führte.

Währenddessen erklärte die britische Gesundheitsbehörde, laut AstraZeneca, die Sicherheit sei gewährleistet. Deshalb werden die Impfstudien in Großbritannien, Brasilien, Indien und Südafrika fortgesetzt.

Hoffnung auf Coronavirus-Schnelltest

Weiter ist die Entwicklung von Covid-19-Schnelltests, wie der einer südkoreanischen Firma.

Fabio Piazzalunga, der Chef von A. Menarini Diagnostics: "Erkannt wird das Vorhandensein des Antigens und dann des Virus, sowie die Viruslast. Identifiziert werden dann sofort die Patienten, die am stärksten infiziert und gefährdet sind. Gleichzeitig kann mit einer Kapillarblutprobe das Vorhandensein von Antikörpern festgestellt werden. Dann kann der Patient innerhalb von 12 Minuten die Ergebnisse sowohl des serologischen Tests als auch des Covid-19-Antigen-Tests gleichzeitig erhalten."

Elena Cavallone, Euronews-Korrespondentin in Rom, meint: "Während auf einen Impfstoff noch gewartet wird, sind schnelle Tests von großer Bedeutung. Diese werden helfen, sich auf den G20-Gipfel im nächsten Jahr vorzubereiten, den die EU-Kommissionpräsidentin ganz ins Zeichen des Themas Gesundheit stellen will."