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Justiz-Ikone Ruth Bader Ginsburg gestorben

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Justiz-Ikone Ruth Bader Ginsburg gestorben
Copyright  Patrick Semansky/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Die Richterin am Obersten Gerichtshof der USA Ruth Bader Ginsburg ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Die liberale Juristin war eine Ikone im Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen. Viele verehrten sie wie einen Popstar. Auch mit Kritik an US-Präsident Donald Trump sorgte sie für Aufsehen.

"Ob Sie zustimmen oder nicht, sie war eine erstaunliche Frau mit einem unglaublichen Leben. Ich bin wirklich traurig, das zu hören", sagte US-Präsident Donald Trump zum Tod von Ginsburg. Einen "Titanin des Rechts" nannte er die Richterin und twitterte, sie habe mit ihren Urteilen "_alle Amerikaner und Generationen großartiger juristischer Denker inspiriert." _

Der US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten Joe Biden: "Sie stand für die höchsten amerikanischen Ideale, Gerechtigkeit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit. Ruth Bader Ginsburg stand für uns alle. Sie war eine hoch verehrte Persönlichkeit."

Joe Biden ist gegen die Ernennung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers Ginsburgs noch in der aktuellen Amtszeit Trumps. Trumps Amtszeit würde im Januar auslaufen. Die US-Präsidentschaftswahl am 3. November sind am 3. November.

Donald Trump äußerte sich bislang nicht dazu, ob er noch während seiner Amtszeit oder gar vor der US-Präsidentschaftswahl eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Ginsburgs nominieren wird.

Die Republikaner im US-Senat haben sich unabhängig davon bereits bereit erklärt, über einen Kandidaten Trumps abzustimmen.

Ein von Trump auserkorener Richter würde höchstwahrscheinlich die konservative Mehrheit im Obersten Gericht festigen, das wegweisende Urteile für die gesellschaftliche und politische Ausrichtung der USA fällt. Der Supreme Court verhandelt über hoch umstrittene Themen wie Abtreibung, Waffenrecht, Gleichberechtigung und Einwanderung.