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Belarus: brutale Szenen am 50. Protesttag gegen Alexander Lukaschenko

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Belarus: brutale Szenen am 50. Protesttag gegen Alexander Lukaschenko
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Für die Demonstranten in Belarus war es der 50. Tag ihres Protestes gegen Staatschef Alexander Lukaschenko.

Wie an jedem Sonntag seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 9. August haben sich auch diesmal wieder Zehntausende zu einem Demonstrationszug zusammengefunden - trotz gesperrten U-Bahnstationen und abgedrehtem mobilen Internet.

Während der Kundgebung waren Polizei und Militär im Einsatz und griffen hart durch. Rund 200 Personen wurden verhaftet. In den sozialen Medien sprechen Augenzeugen von brutalen Szenen. Einige fragen sich, ob das jetzt die neue Realität ist oder was nach Waffen, Blendgranaten und Tränengas als nächstes kommen wird.

Bereits am Vortag hatte die Polizei während eines Frauenmarschs Demonstrantinnen und Journalistinnen festgenommen.

Alexander Lukaschenko hatte sich am Mittwoch ohne vorherige Ankündigung und unter Ausschluss der Öffentlichkeit für eine sechste Amtszeit vereidigen lassen.

Die belarussische Demokratiebewegung erkennt ihn nicht als Präsidenten an. Für sie ist Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja die Gewinnerin der Präsidentschaftswahl.

Tichanowskaja twitterte am Sonntag zur Unterstützung der Demonstranten: "Es gibt Millionen von uns, wir werden gewinnen."