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4,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen DFB

Razzia beim DFB in Frankfurt
Razzia beim DFB in Frankfurt   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat am Mittwoch die Geschäftsräume des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie Privatwohnungen von DFB-Verantwortlichen in der Main-Metropole durchsucht. Der Verdacht: schwere Steuerhinterziehung. Rund 200 Beamte waren an der Aktion in mehreren Bundesländern beteiligt.

Konkret gehe es um den "Verdachts der fremdnützigen Hinterziehung von Körperschafts- und Gewerbesteuern in besonders schweren Fällen" hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen richten sich gegen sechs hochrangige Funktionäre des DFB, die teilweise auch heute noch wichtige Funktionen innehaben. Namen wurden nicht genannt. "Ihnen wird zur Last gelegt, Einnahmen aus der Bandenwerbung von Heimländerspielen der Fußball-Nationalmannschaft aus den Jahren 2014 und 2015 bewusst unrichtig als Einnahmen aus der Vermögensverwaltung erklärt zu haben", so die Staatsanwaltschaft.

Rund 4,7 Millionen Euro hätte der DFB auf diese Weise am Fiskus vorbei geschleust.

"Nach den bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten von dieser steuerlichen Unrichtigkeit wussten, sie aber bewusst wählten, um dem DFB hierdurch einen Steuervorteil von großem Ausmaß zu ermöglichen", erklärte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen in der Pressemitteilung.