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"Afrika und Europa sollten gemeinsame Werte teilen"

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Eine Veranstaltung auf der Afrika-Woche im Europäischen Parlament
Eine Veranstaltung auf der Afrika-Woche im Europäischen Parlament   -   Copyright  Euronews
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Die EU sucht nach Wegen, ihre Beziehungen zu Afrika neu zu gestalten.

Der Kontinent soll künftig ein gleichrangiger Handelspartner werden.

Ein Thema, was auf dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag eine Rolle spielt.

Investiert werden müsse vor allem in Infrastruktur, Digitalisierung und Bildung, um die Beschäftigungsrate zu steigern, sagt die zuständige EU-Kommissarin Jutta Urpilainen.

Europa ist Afrikas wichtigster Handelspartner, doch China wird immer mehr zu einem Schlüsselakteur auf dem Kontinent.

Die EU hat seit 2018 rund viereinhalb Milliarden Euro an Garantien für öffentliche und private Investoren bereit gestellt.

Dadurch sollen bis 2023 zehn Millionen Jobs in Afrika geschaffen werden.

Jenseits aller Zahlen wollen die Sozialisten im Europäischen Parlament eine künftige Beziehung zu afrikanischen Staaten, die von Gleichrangigkeit geprägt ist.

Dies war ein wichtiger Teil ihrer Afrika-Partnerschaftswoche.

Ein Landarbeiter aus der Elfenbeinküste, der ein Gewerkschaftsfunktionär in Italien wurde, sagt, es müsse vor allem das Sozialdumping bekämpft werden.

Dabei drehe sich alles um die billige Arbeitskraft, ob in Europa oder in anderen Kontinenten, inwieweit würden Menschen ausgebeutet, meint Aboubakar Soumahoro.

Deswegen müssten die Ursachen aufgespürt werden, die heute Sozialdumping möglich machten.

Denn diese Ausbeutung existiere und führe zur Konfrontation zwischen Arbeitern.

Europa sollte auf reinen Opportunismus in Afrika verzichten und Bemühungen um mehr Stabilität nicht übergehen.

Es müssten bessere Handelsbeziehungen garantiert werden, so die Fraktionsvorsitzende Iratxe Garcia.

Gleichzeitig müsse der Schutz natürlicher Ressourcen und die Zusammenarbeit beim Klimaschutz sichergestellt werden.

Europas und Afrikas Prioritäten müssten dieselben sein: Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

Das Coronavirus hat den Fahrplan der EU bei ihrer neuen Afrika-Strategie ein wenig aus dem Ruder gebracht.

Ein für Oktober geplanter Gipfel musste abgesagt werden.

Doch sieht Brüssel in der Krise auch die Notwendigkeit, die Wirtschaft auf beiden Kontinenten vor den negativen Folgen des Virus zu schützen.