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5G in Afrika: Der Stellvertreterkrieg

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Handynetze in Afrika
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5 G, der kommende Mobilfunkstandard ist das nächste Heilsversprechen für das mobile Internet – auch in Afrika. Die Telekommunikationskonzerne müssen massiv in Lizenzen und Technik investieren.

In Südafrika soll es jetzt soweit sein, 5G soll in drei Metropolen bald verfügbar sein. Dabei ist nicht einmal 3G südlich der Sahara überall Standard, technisch ist es nur für knapp die Hälfte der Handybesitzer verfügbar.

Ganz Afrika südlich der Sahara hängt schon immer zurück bei der Mobilfunktechnik. Bei 5G wird die Marktdurchdringung sehr langsam sein, in der Anfangsphase wird es nur kleine Inseln, kleine, urbane Gebiete geben.
Dr. Joyce Mwangama
Universität Kapstadt

5G werden sich zuerst nur wenige leisten können, aber eine vielleicht noch grössere Hürde könnte eine politische sein: Afrika wird in die Spannungen zwischen den USA und China hineingezogen.

Weltweit versucht die US-Regierung, das chinesische Telekommunikationsunternehmen Huawei als Sicherheitsrisiko aus dem Geschàft zu dràngen. China aber hat in Afrika massiv investiert, die Abhängigkeiten und der politische Einfluss Chinas auf dem schwarzen Kontinent sind gross.

Die chinesischen Netzwerkanbieter haben zweifellos viel in Afrika investiert, sowohl was die Ressourcen betrifft, als auch die Arbeitsplätze, die sie geschaffen haben. Auch deshalb haben afrikanische Netzbetriebr massiv in chinesische Ausrüstung investiert. Und jetzt machen die USA Druck, diese Netzwerkausrèstung nicht in 5G-Netzen zu verwenden; diesen Druck haben sie auch schon auf Europa ausgeübt.
Ben Roberts
Direktor Network Strategy, Liquid Telecom

Der Kampf um Einfluss und Màrkte im sèdlichen Afrika ist nicht neu, und China ist gut aufgestellt auf dem Kontinent. Das neues Schlachtfeld zwischen Ost und West in Afrika ist ein technologisches - und heisst 5G.