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Berchtesgadener Land muss in den Lockdown - ab Dienstagmittag

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder   -   Copyright  Michele Tantussi/AP
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Für den bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land sind Ausgangsbeschränkungen angekündigt worden. Erstmals seit dem Lockdown im Frühjahr ist das Verlassen der eigenen Wohnung ab diesem Dienstag von 14.00 Uhr an nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das teilte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern mit. Diese ersten Ausgangsbeschränkungen seit Monaten in Bayern gelten vorerst für 14 Tage.

Zudem müssen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern sagte. Auch Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants dürfen nicht mehr öffnen. Ausnahmen gibt es nach Angaben von Landrat Kern unter anderem für Mitnahme-Angebote in der Gastronomie. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende.

Harter Lockdown in Wales

Wales zieht die Notfallbremse und kündigt einen zweiwöchigen Lockdown an. Mit diesem Schritt soll das Gesundheitssystem entlastet werden.

Von Freitag an bis zum 9. November dürfen den Angaben zufolge nur Geschäfte mit lebensnotwendigen Waren öffnen. Freizeitaktivitäten und Tourismus sind dann untersagt, Pubs und Restaurants bleiben geschlossen. Treffen verschiedener Haushalte, ob drinnen oder draußen, sind verboten.

Es seien nur zwei Wochen, erklärte der Regierungschef von Wales, Mark Drakeford. Doch der Lockdown müsse hart sein, sonst könne die Ausbreitung des Virus nicht entscheidend eingedämmt werden.

Restaurants in Belgien vor schwierigen Wochen

In Belgien wurden an nur einem Tag mehr als 12.000 Neuinfektionen gemeldet. Für vier Wochen gilt deshalb nun eine nächtliche Ausgangssperre von 0.00 Uhr bis 5.00 Uhr.

Außerdem müssen in diesem Zeitraum alle Restaurants und Gaststätten schließen. Restaurantbesitzer Henrique Martins ist genervt: "Die Menschen haben keine Disziplin. In einigen anderen Ländern klappt das viel besser. Doch hier sind die Menschen nicht diszipliniert genug."

Insgesamt gab es in dem Elf-Millionen-Einwohner-Land seit Beginn der Pandemie mehr als 222.000 Coronafälle. An der Spitze liegen die Provinzen Brüssel, Antwerpen und Lüttich.

Aus Sporthalle wird ein Krankenhaus

Auch in Serbien steigt die Zahl der Covid-19-Patienten. In der Hauptstadt Belgrad wurde deshalb die größte Sporthalle der Stadt in ein provisorisches Krankenhaus mit rund 500 Betten umfunktioniert.

Serbien verzeichnete im Vergleich zu seinen Nachbarländern bislang relativ geringe Infektionsraten. Doch nun steht man auch hier vor einer zweiten Welle. Das Balkanland mit rund 7 Millionen Einwohnern hat über 36.000 Virenfälle und 778 Todesfälle zu verzeichnen.

Fernunterricht in Polen

Anstieg der Corona-Infektionen auch in Polen: Hier gelten mittlerweile die meisten Großstädte als sogenannte "rote Zonen". Dort dürfen Restaurants seit Montag nur noch eingeschränkt Gäste bewirten. Schulen wurden geschlossen.

Zuletzt gab es täglich etwa 9.000 Neuinfektionen in dem Land. Mehr als 3.600 Menschen sind an oder mit Sars-Cov-2 gestorben.