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Schwimmstar Rogan (38) fliegt infiziert um halbe Welt - und taucht ab

Markus Rogan in der Nähe des Schwimmbads in der MEN-Arena in Manchester, England, 7. April 2008.
Markus Rogan in der Nähe des Schwimmbads in der MEN-Arena in Manchester, England, 7. April 2008.   -   Copyright  Jon Super/AP
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Der österreichischen Schwimmstar Markus Rogan sorgt für Negativ-Schlagzeilen. Trotz eines positiven Corona-Testergebnisses ist er offenbar von Israel aus in seine Wahlheimat Los Angeles gelangt - und hat dabei die Behörden an der Nase herum geführt.

Der 38-Jährige arbeitet derzeit als Mental-Trainer bei Israels Fußball-Nationalmannschaft. Nach einer Niederlage des israelischen Teams bei der Nations League in Haifa war neben einem Spieler auch Rogan positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Danach hätte sich Rogan eigentlich in 14-tägige Quarantäne begeben müssen.

Österreichischen Medienberichten zufolge bat er darum, diese bei Verwandten in Israel verbringen zu dürfen. Ein eigens für ihn bestellter Transport sollte ihn vom Hotel in Haifa dorthin bringen. Doch da war der Schwimmweltmeister und Olympia-Zweite schon verschwunden, offenbar in Panik.

Alten Coronatest vorgelegt

Israelischen Medienberichten zufolge hatte er seinen eigentlich für eine Woche später vorgesehenen Linienflug umgebucht und reiste noch am Montag nach dem Spiel von Tel Aviv aus über Deutschland nach Los Angeles. Am Flughafen hatte er dann einen älteren Corona-Test vorgelegt - mit einem negativen Test-Ergebnis. Seitdem ist er in Los Angeles untergetaucht.

Auf Twitter hagelt es Spott.

Auch für seine Teamkollegen sei der Ex-Schwimmstrar seit gut einer Woche nicht mehr erreichbar gewesen. Der Teamchef von Israels Fußball-Mannschaft Willi Ruttensteiner sprach in einer ersten Reaktion von einem "schrecklichen Fehler" Rogans. "Wir können ihn aber nicht verurteilen, es ist noch zu früh. Wir werden uns aber zusammensetzen und über Konsequenzen diskutieren. Er muss Verantwortung für sein Verhalten übernehmen." wird Ruttensteiner im ORF zitiert.

Die Zusammenarbeit mit dem Sportverband erklärten sie für beendet. Allerdings wäre Rogans Vertrag ohnehin Ende Dezember ausgelaufen.