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Vandalismus auf Museumsinsel: Bezug zu Attila Hildmann?

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Auf der Berliner Museumsinsel sind offenbar zahlreiche Artefakte und Kunstwerke mutwillig beschädigt worden.

Ein oder mehrere unbekannte Täter sollen mindestens 70 Objekte im Pergamonmuseum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten mit einer öligen Flüssigkeit bespritzt haben, berichten "Zeit-Online", "Der Tagesspiegel" und der "Deutschlandfunk".

Unter den beschädigten Kunstwerken seien ägyptische Sarkophage, Steinskulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts. Die Flüssigkeit habe darauf sichtbare Flecken hinterlassen. Die Vorfälle sollen sich bereits am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, zugetragen haben und bislang nicht öffentlich gemacht worden sein.

Auf Anfrage der Medien bestätigten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Polizei Berlin ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung. Das Berliner Landeskriminalamt sucht demnach Zeugen.

Zu den Motiven ist bisher nichts bekannt. Ein möglicher Bezug besteht zum Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann, der im Juni regelmäßig Kundgebungen auf den Stufen des Alten Museums abhielt, bis ihm dies untersagt wurde.

Verwunderlich wäre dies nicht, wie Journalist Jan-Henrik Wiebe twitterte. Hildmann hatte auf seinem Telegram-Kanal verbreitet, das Pergamonmuseum sei das Zentrum der "globalen Satanisten-Szene und Corona-Verbrecher", in dem Menschen geopfert und Kinder geschändet würden.

Auch am 3. Oktober, als der Anschlag auf die Kunstwerke offenbar stattfand, wurden in Berlin-Mitte diverse verschwörungstheoretische Kundgebungen abgehalten.