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Madrider Nachtleben in Gefahr

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Madrider Nachtleben in Gefahr
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Die Bar "Scalas" in Madrid ist fast leer. 20 Jahre lang wurden hier nur Drinks serviert. Damit Etablissements wie das "Scalas" unter den Coronavorschriften überhaupt überleben können, hat die Stadt Madrid nun erlaubt, dass Essen verkauft werden darf.

Miguel Garcia, Besitzer von "Scalas" sagt: "Das ist eine Notlösung. Kaum einer kommt doch hierher, ausgerechnet zu uns, um zu essen. Das ist eine schwierige Situation für uns."

Alles muss jetzt um 23 Uhr geschlossen sein, auch das Pub "Marta Carino". Hier gab es allerdings schon früher kleine Speisen. Nun öffnet "Marta Carino" aber bereits mittags und der Besitzer sagt, die Speisekarte werde weiter ausgebaut. Leicht ist das nicht. Der Besitzer von "Marta Carino" meint:

"Man muss genau wissen, wieviel an Lebensmitteln man braucht, sonst wird das alles schlecht und man muss es wegwerfen. Wir haben den Dreh noch nicht raus, aber wir wollen drei Gänge-Menüs anbieten können."

Bei der ersten Coronaviruswelle haben Diskotheken, Nachtclubs und Bars Geld von der Regierung erhalten. Eigentlich sollten sie das jetzt zurückzahlen, doch nun schlug die zweite Coronaviruswelle zu. Vicente Pizcueta vom Verband der Bar- und Nachtclubbetreiber "Espana de Noche" fordert ein Einsehen der Regierung: "Für die Rückzahlung der Kredite vom März muss uns die Regierung mindestens drei Jahre geben. Wir verhandeln auch für Miethilfen."

Auch wenn die Nachtclubs jetzt Essen anbieten und verkaufen dürfen, heißt das noch nicht, dass ihr Überleben gesichert ist. Der Verband "Espana de Noche" fürchtet, dass 80 Prozent der Diskotheken, Clubs und Bars bis Weihnachten verschwunden sein werden.