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Surfer und Sonnenanbeter rebellieren in Biarritz

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Von Kirsten Ripper  mit AFP, AP
Oberhalb des Strands in Biarritz
Oberhalb des Strands in Biarritz   -   Copyright  Bob Edme/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Oberhalb des Strands in Biarritz an der Atlantikküste haben sich viele Französinnen und Franzosen auf einer Mauer in die Sonne gesetzt. Sie trugen Gesichtsmasken - wie es jetzt fast überall in Frankreich auch draußen Pflicht ist -, aber sie protestierten gegen das Verbot, während des Lockdown an den Strand zu dürfen.

Auch viele Surferinnen und Surfer nutzten das schöne Wetter, um sich in die Fluten zu stürzen. Schon während der ersten Ausgangssperre im Frühjahr hatten viele dagegen rebelliert, dass es verboten ist zu surfen. Sie sagen, durch ihren Sport und am Atlantik werde das Coronavirus nicht verbreitet.

Schon im März, April und Mai hatten sich Surfer dem Verbot widersetzt.

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Surfen - trotz VerbotBob Edme/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Einige spazierten auch ohne Masken - meistens mit Abstand - am Strand entlang.

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Strandspaziergang in BiarritzBob Edme/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Vor allem Frankreichs Bürgermeister forderten ebenfalls Änderungen der Regelungen für die mindestens bis zum 1. Dezember angekündigte Ausgangssperre. Sie verlangten vor allem, dass kleinere Geschäfte öffnen dürfen. Es sei nicht logisch, dass man in großen Supermärkten Schuhe kaufen könne, dass aber die Schuhgeschäfte auch in kleinen Ortschaften geschlossen bleiben müssten.

Als Reaktion erklärte Regierungschef Jean Castex am Sonntagabend in einem TV-Interview, dass die großen Supermärkte die Regale mit "nicht essentiellen" Dingen absperren sollten. Die Gesundheit der Menschen gehe vor, seine Regierung werde die aktuell geltenden Regeln nicht ändern, erklärte der Ministerpräsident.

Im Moment dürfen Französinnen und Franzosen nur eine Stunde pro Tag mit einer ausgefüllten Bescheinigung ihre Wohnung verlassen, um zur Arbeit, zum Arzt oder einkaufen zu gehen, Kinder in die Schule oder die Kita zu bringen, den Hund auszuführen, spazieren zu gehen, Bedürftigen zu helfen oder Sport zu treiben.

Euronews
Blumenladen in Lyon am SamstagEuronews

Blumenläden durften in Frankreich bis zu diesem Sonntag aufmachen - da viele Französinnen und Franzosen zu Allerheiligen Chrysanthemen auf die Friedhöfe bringen. Ab diesem Montag sollten die Blumengeschäfte - wie schon während des ersten Lockdown geschlossen bleiben.