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Mindestens 12 Tote überschatten Wahl in Elfeinbeinküste

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In Abidjan
In Abidjan   -   Copyright  Leo Correa/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Nach der Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste herrscht in dem westafrikanischen Land nach wie vor Ungewissheit. Das Gesamtergebnis steht noch nicht fest, bei Ausschreitungen kamen Medienberichten nach mindestens zwölf Menschen ums Leben.

Wahlbeobachter berichten, Wahllokale seien von Angreifern verwüstet und andere gar nicht geöffnet worden.

Adama Bictogo, ein Vertreter des Parteienbündnis' RHDP, dem Präsident Alassane Ouattara angehört, sagte: "Das Bündnis RHDP ruft die Behörden des Landes auf, standhaft zu bleiben. Wir trauern um die Toten, für die die Gewalt der Opposition verantwortlich ist, hinter der Auftraggeber wie die Herren Affi N'Guessan, Guikahue, Mabris und andere stecken."

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Alassane Ouattara bei der StimmabgabeLeo Correa/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Opposition hatte zum Boykott aufgerufen

Die Opposition hatte zum Boykott aufgerufen und kündigte an, das Wahlergebnis nicht anzuerkennen. Dass sich Präsident Ouattara um eine dritte Amtszeit bewirbt, stuft die Opposition als nicht verfassungsgemäß ein. Das Bündnis RHDP widerspricht dieser Sichtweise, da es 2016 eine Verfassungsänderung gab, sodass die vorherigen Amtszeiten nicht einzurechnen seien.

Oppositionspolitiker, Pascal Affi N'Guessan, meint: "Die Oppositionsparteien rufen zur Bildung einer zivilen Übergangsregierung auf, um die Bedingungen für eine Wahl zu schaffen, die gerecht und transparent ist und an der alle teilnehmen können."

Ouattaras Ankündigung im August, erneut anzutreten, löste in der Elfenbeinküste Unruhen aus, rund 30 Menschen kamen bei Ausschreitungen vor der Wahl ums Leben.