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Außer Kontrolle? 20.000 bei Protest gegen Corona-Regeln in Leipzig

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Protest der Corona-Leugner in Leipzig
Protest der Corona-Leugner in Leipzig   -   Copyright  Sebastian Kahnert/(c) dpa-Zentralbild
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Etwa 20.000 Menschen haben in Leipzig mitten in der Innenstadt an einer Demonstration gegen die Corona-Regeln teilgenommen. Die meisten trugen ganz bewusst keinen Mund-Nase-Schutz und hielten kaum Abstand.

Auch in Basel versammelten sich etwa 3.000 Menschen, um gegen die Corona-Regeln in der Schweiz zu protestieren. Eigentlich sind Versammlungen von mehr als 50 Menschen in der Schweiz verboten, aber für Demonstrationen gelten Ausnahmen.

In Leipzig kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die zur Einhaltung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht aufforderte. Zugelassen waren trotz der Corona-Beschränkungen 16.000 TeilnehmerInnen. Offenbar hatte die Polizei Mühe, den Protest aufzulösen.

Es gab auch Gegendemonstrationen in Leipzig. Wieviele TeilnehmerInnen gekommen waren, um gegen den umstrittenen Aufmarsch der Corona-Leugner zu protestieren, teilte die Polizei nicht mit.

Auf vielen Plakaten der "Querdenker" waren Sprüche gegen Angela Merkel und ihre Maßnahmen zur EIndämmung der Coronavirus-Pandemie zu lesen.

AFP
"Querdenken"-Protest in LeipzigAFP

Beobachter berichteten von Rechtsextremen, die bei der Querdenken-Demo mitmachten.

Eigentlich sollte der Protest hinter die Messehallen verlegt werden. Der Kundgebung vorausgegangen war ein juristisches Tauziehen. Das sächsische Oberverwaltungsgericht hatte dann am Freitag eine Kundgebung mit 16 000 Teilnehmern erlaubt. Die Stadt Leipzig hatte der «Querdenken»-Bewegung aus Infektionsschutzgründen eigentlich einen Platz an der Neuen Messe zuweisen wollen, außerhalb des Zentrums. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte diese Entscheidung unterstützt, das OVG entschied anders.

"Es ist schwer erklärbar, dass sich derzeit nur zwei Hausstände treffen dürfen, aber 16 000 Menschen auf einem Platz demonstrieren dürfen", sagt Leipzigs Stadtsprecher Matthias Hasberg. Halte man die vorgeschrieben Abstände von 1,5 Meter ein, komme man auf maximal 5000 Menschen für den Augustusplatz.

Proteste gegen Lockdown in Griechenland

In Griechenland hat an diesem Samstag der landesweite strenge Lockdown begonnen. Am Vorabend gab es in Thessaloniki eine Demonstration, bei der die Polizei und Journalisten mit Eiern beworfen wurden.

Giannis Papanikos/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Demonstration in ThessalonikiGiannis Papanikos/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Die Corona-Regeln der konservativen Regierung sind streng: erst nach einer bestätigen SMS an die Behörden und mit einem triftigen Grund dürfen die Mensche ihre Wohnung verlassen.

Ein Taxifahrer in Athen ist frustriert: "Die Maßnahmen der Regierung machen uns Taxifahrer fertig. Keiner fährt mehr Taxi, das wird eine riesige Wirtschaftskrise für uns alle. Nächstes Jahr oder schon nächsten Monat werden die Leute zusammenbrechen - mitten auf der Straße."

Wer die Corona-Regeln in Griechenland nicht einhält, dem drohen 300 Euro Strafe. Der Lockdown gilt für mindestens drei Wochen.