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Brüssel hofft auf Neustart der amerikanisch-europäischen Beziehungen

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Brüssel hofft auf Neustart der amerikanisch-europäischen Beziehungen
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In Europa ist die Hoffnung groß, dass es nach den schwierigen Jahren mit US-Präsident Trump nun mit Joe Biden zu einem Neustart der Beziehungen kommt. Analysten warnen jedoch davor, eine völlige Umkehr der Politik von Trump gegenüber Europa zu erwarten.

Dazu Hall Gardner, Professor für Internationale Politik an der "American University of Paris":

"Die Europäer müssen auf der Hut sein. Auch eine Biden-Administration wird immer noch die amerikanischen Interessen an die erste Stelle setzen. Nicht ganz so wie Trump es tat, aber dennoch pro-amerikanisch. Deshalb muss Europa auf eine stärkere eigene Verteidigung hinarbeiten. Es muss sich mit einem deutsch-französischen Kern vereinen. Das würde den Weg zu einer größeren europäischen Einheit weisen".

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den USA ein stärkeres deutsches Engagement in Sicherheitsfragen angeboten. Dazu Jamie Shea, ehemaliger stellvertretender NATO-Sekretär:

"Das Erste, was die Europäer tun sollten, ist, nicht auf den 20. Januar und die Amtseinführung zu warten. Sie sollten ihre Ideen schon jetzt einzubringen, um den USA zu helfen, internationale Sicherheitsprobleme zu lösen. Biden wird sich voll und ganz in die NATO einbringen, aber er wird von den Europäern erwarten, dass sie sich stärker engagieren".

Nach dem Wahlsieg von Joe Biden will Europa auf einen schnellen Neustart der schwer angeschlagenen amerikanischen Beziehungen hinarbeiten. Unter Trump kam Europa fast vier Jahre lang nicht zum Durchatmen.

Zuletzt drohte Trump mit dem Ausstieg aus der NATO. Jetzt bietet sich die große Chance für einen Neuanfang.