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Zwischen Harmonie und "Hirntot"-Krise: Nato-Gipfel beendet

Zwischen Harmonie und "Hirntot"-Krise: Nato-Gipfel beendet
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Ludovic Marin vía Reuters
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Das klasssische "Familienfoto" zum Abschluss des Nato-Gipfels zum 70. Jubiläum. Der Versuch eines Schulterschlusses nach zwei Tagen intensiver Gespräche im großen wie im kleinen Kreis.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump zogen demonstrativ eine positive Bilanz des Nato-Gipfels in und um London. Trump erfreuten etwa die - wohl auch auf seinen Druck hin - stark steigenden Militärbudgets europäischer Mitglieder.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg lobte einige Beschlüsse wie einen neuen Aktionsplan gegen Terrorismus, beschwichtigte aber auch: "Es hat Meinungsverschiedenheiten in der Nato gegeben, solange dieses Bündnis existiert. Wir sind 29 verschiedene Länder auf beiden Seiten des Atlantiks mit unterschiedlicher Geschichte, unterschiedlicher Geographie und unterschiedlichen politischen Parteien an der Macht. Die Stärke der Nato ist, dass wir immer in der Lage waren, diese Unterschiede zu überwinden. um uns dann um unsere Kernaufgaben zu vereinen, einander zu schützen und zu verteidigen".

Misstöne durch Macron bleiben

Misstöne aber blieben. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beharrte auch in London auf seiner Hirntod-Analyse zum Zustand der Nato und verlangte eine Strategiedebatte: "Es ist wichtig, dass sich die Europäer, wie wir es seit zwei Jahren tun, zu einer Strukturierung einer europäischen Verteidigung bekennen. Und wir müssen davon ausgehen, das sage ich sehr deutlich, dass es keine Alternative zur Nato ist, aber es ist ein Pfeiler innerhalb der Nato".

Nach dem Ende der offiziellen Gespräche schwänzte Trump noch ausstehende Pressekonferenzen am Tagungsort in Watford westlich von London. Seine Begründung auf Twitter: Man habe bereits so viele in den vergangenen zwei Tagen gehabt. Aber, so Trump weiter: Die Nato habe großartige Fortschritte gemacht. Das Bündnis werde reicher und stärker sein als je zuvor. Den anderen Teilnehmern wünschte Trump eine sichere Rückreise.

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