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Meinungen der deutschen Jugend: EU startet #LassReden-Kampagne

Die Flagge der Europäischen Union im Atrium während eines EU-Gipfels im Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel am Montag, dem 17. Juni 2024.
Die Flagge der Europäischen Union im Atrium während eines EU-Gipfels im Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel am Montag, dem 17. Juni 2024. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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Die EU-Kampagne #LassReden richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren und sammelt deren Meinungen, Ideen und Sorgen. Ziel ist es, die Perspektiven der Jugend sichtbar zu machen und in den politischen Dialog einzubringen.

Über die Hälfte (55 Prozent) der jungen Deutschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren ist der Ansicht, dass das politische System ihres Landes reformiert werden sollte. Ein Viertel ist überzeugt, dass "in vielen Bereichen" Änderungen nötig sind, weil das politische System nicht zufriedenstellend arbeitet.

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Das ist das Ergebnis der neuen repräsentativen Jugendstudie "Junges Europa", durchgeführt vom Meinungsforschungs-Institut YouGov im Auftrag der TUI Stiftung.

Die EU-Kommission in Brüssel sucht aktuell mehr Nähe zu den Wählern, die die Zukunft mitbestimmen werden. "Wir glauben, dass demokratische Beteiligung mit Institutionen beginnt, die bereit sind zuzuhören. Daher wollen wir ein ehrliches Gespräch mit dir führen – wir wollen wissen, was deine Ideen, Träume und Sorgen rund um die EU sind. Nur dann können wir uns gegenseitig verstehen und gemeinsam an einer besseren Zukunft arbeiten", heißt es auf der Webseite der Initiative "#LassReden".

Der Ablauf der Aktion ist mehrstufig angelegt: Auf einer mobilen Tour durch verschiedene Städte Deutschlands wird ein mobiles Video- und Podcast-Studio aufgebaut, der"#LassReden-Cube". Der Cube reist, mit Moderatoren, Technikern und Helfern für Organisation & Social Media im Schlepptau zu Veranstaltungen, auf Schulhöfe, zu Messen oder zu zentralen Plätzen in Innenstädten. Dort können junge Menschen spontan oder nach Anmeldung Video- oder Audiostatements aufnehmen.

Parallel dazu besteht die Möglichkeit, sich digital zu beteiligen: Über eine Online-Plattform lassen sich Beiträge hochladen oder schriftliche Statements einreichen, sodass auch diejenigen teilnehmen können, die nicht persönlich vor Ort sind.

Stimmungsbild der jungen Menschen in Deutschland

Sämtliche Beiträge werden gesammelt, transkribiert und thematisch ausgewertet. Dabei werden wiederkehrende Themen, Forderungen und Stimmungen gebündelt. Die EU möchte wissen: "Welche Themen bewegen euch, wo gibt es unterschiedliche Meinungen, was wird bisher zu wenig gehört? Und was bedeutet das für unsere Politik?"

In der 2. Phase der Kampagne werden zentrale Themen aufgegriffen und in verschiedenen Formaten beantwortet: Auf der #LassReden-Webseite, in Berichten, auf Social-Media-Kanälen oder bei Veranstaltungen.

Die Teilnehmer sind teilweise eingeladen, ihre Perspektiven direkt nach Brüssel zu tragen: Unter den Beteiligten, die Namen und Adresse hinterlassen möchten, werden 25 Reisen nach Brüssel ausgelost.

Tatsache ist derzeit: Nur neun Prozent der jungen Befragten in Deutschland sind der Meinung, dass das politische System ihres Landes ohne Einschränkungen gut funktioniert und keiner Reform bedarf.

Zwar bewertet mit 80 Prozent die Mehrzahl der jungen Befragten die Tatsache, dass Deutschland ein Teil der EU ist, als sehr positiv. Aber über die Hälfte, 57 Prozent, sind der Auffassung, dass sich die EU-Kommission in Brüssel zu stark mit Nebensächlichkeiten befasst, anstatt sich den wirklich wichtigen Themen zu widmen.

Die Erkenntnisse aus den Kommentaren der "#LassReden"-Tour sollen eine Grundlage für weiteren Dialog darstellen, gegebenenfalls politische Antworten bieten und in Dialogformate mit EU-Vertretern einfließen.

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