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EU vereinbart Lieferung von Biontech-Pfizer-Impfstoff für alle 27

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Die Nachricht von der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer lässt auf ein Ende der Pandemie hoffen.

An diesem Dienstag hat die Europäische Kommission das Abkommen über die Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs für alle 27 EU-Staaten ausgehandelt. "Der Vertrag ist in trockenen Tüchern", hieß es aus Verhandlungskreisen.

Die deutsche Bundesregierung rechnet damit, dass ab Januar mit den ersten Impfungen begonnen werden kann. Zuerst wollen die beiden Firmen in der kommenden Woche die Zulassung in den USA beantragen.

Der Impfstoff soll über 90 prozentigen Schutz bieten. Er wurde in sechs Ländern an 43.500 Menschen getestet. Einige Wissenschaftler sprachen von einem "großen Tag für die Menschheit", andere äußern sich vorsichtiger.

Dr. Andrew Preston, Dozent für Mikrobische Pathogenese der Universität von Bath:

Es ist sicher ein großer Schritt zurück in eine Normalität, wie diese auch immer in der Zukunft aussehen mag. Aber es muss noch viel passieren, damit wir unsere Masken wegschmeißen können.

Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.

Paul Duprex, Direktor des Impfforschungszentrums der Universität von Pittsburgh, warnt vor allzu großen Hoffnungen. Er sagte,

dass der Impfstoff zu 90 Prozent wirksam ist, bedeutet nicht, dass Covid überwunden ist. Handelt es sich um den besten Impfstoff? Nein. Schafft er eine jahrelange Immunität wie eine Masernimpfung, die lebenslangen Schutz bietet? Nein. Das einzige, was wir aus der sehr begrenzten Analyse schlussfolgern können, ist, dass wir Fortschritte mit einem möglichen Impfstoff machen und dass die Krankheit durch ihn reduziert wird. Aber es wird noch lange dauern, bis der Impfstoff Zehn- oder Hunderttausenden Menschen verabreicht wird.

Es gibt zehn weitere Vakzine in der finalen Testphase. Ohnehin gehen Experten davon aus, dass mehr als ein Impfstoff nötig ist, um die Pandemie zu beenden. Dennoch gibt es Fortschritte, die zumindest zu einem Ende der Lockdowns führen können.