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Covid-19 am 11.11. - Protest der Erschöpfung in Bukarest

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Covid-19 am 11.11. - Protest der Erschöpfung in Bukarest
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Mehr als 300.000 Menschen sind in Europa inzwischen an Covid-19 gestorben. Trotz Hoffnung auf einen Impfstoff befürchten die Behörden, dass in diesem Winter Infektionen und Todesfälle weiter zunehmen werden.

Frankreich überweist Covid-Patienten nach Deutschland

Frankreich, das am stärksten betroffene Land in der EU, hat in der vergangenen Woche fast 49.000 Infektionen pro Tag registriert. In Paris sind die Intensivstationen zu 92 Prozent ausgelastet.

Die zweite Welle trifft Frankreich härter als zuvor. Um den Kollaps zu vermeiden, werden Patienten in Krankenhäuser nach Westfrankreich verlegt Ein Krankenhaus in Roubaix im Norden des Landes überweist Patienten nach Deutschland.

Clément Vanbaelinghem, Arzt im Krankenhaus in Roubaix sagt: "Vor einer Woche waren wir noch bei 25 Betten, jetzt sind wir bei 30 und die sind auch schon fast alle belegt, Wenn das so weitergeht, werden wir vielleicht völlig überfordert sein."

Das Gebiet Auvergne-Rhone Alpes mit seinen acht Millionen Franzosen ist mittlerweile die am schlimmsten betroffene Region in Frankreich.

"Protest der Erschöpfung" in Bukarest

In Rumänien haben Beschäftigte des Gesundheitswesens an einem "Protest der Erschöpfung" vor dem Regierungssitz in Bukarest teilgenommen. Sie werfen den Politikern vor, sie von "Heros zu Zeros" zu machen, also von Helden zu Verlierern. Zusagen würde nicht eingehalten werden.

Leonard Barascu, Präsident des Sanitas Gesundheitsverbands: "Die Regierung hat finanzielle Hilfe versprochen, diese Hilfe ist sehr wichtig. Aber es stellt sich heraus, dass das Versprechen nur eine große Lüge war."

Die Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift "Wir sind erschöpft durch mangelnden Respekt". Am Anfang der Pandemie wären sie wie Helden bedhandelt worden, sagt die medizinische Laborleiterin Raluca Olaru. Aber jetzt sei das nicht mehr so, statt Respekt zu bekommen, würde sie alle krank werden und leiden.

Der rumänische Präsident Klaus Iohannis hatte dem medizinischen Personal, das mit Coronavirus-Patienten arbeitet, einen Bonus von 500 Euro versprochen. Nicht jeder hat diesen Bonus offenbar erhalten.

Russland will keinen Lockdown und setzt auf Sputnik V

Weil auch in Russland die Infektionen sprunghaft ansteigen, haben die Behörden neue Beschränkungen für die Hauptstadt Moskau angekündigt. Die Kapazität von Theatern und Kinos wird auf 25 Prozent reduziert, Massenveranstaltungen in Kultur und Unterhaltung werden ganz eingestellt. Die Maßnahmen gelten von Freitag bis Mitte Januar.

Russland, das bestrebt ist, seine Wirtschaft zu schützen und das einen vollständigen Lockdown vermeiden will, bleibt angesichts seines Impfstoffs Sputnik V optimistisch und hofft, dass er ein Ausweg aus der Krise sein kann.