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Neue Negativ-Rekorde in Europa, über 50.000 Corona-Tote in Großbritannien

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Neue Negativ-Rekorde in Europa, über 50.000 Corona-Tote in Großbritannien
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Die vielen verhängten Lockdown-Maßnahmen scheinen noch nicht zu greifen - aus mehreren europäischen Ländern wie Großbritannien und Italien werden neue Negativ-Rekorde hinsichtlich Coronavirus-Infektionen und Todeszahlen gemeldet.

Boris Johnson plant Evakuierungsplan für Studenten an Weihnachten

In Großbritannien ist die Zahl der Todesfälle infolge einer Covid-19-Infektion auf insgesamt 50.369 gestiegen, das sind so viele wie in keinem anderen Land Europas. Die Gesundheitsbehörden hatten binnen 24 Stunden weitere 595 Todesfälle meldeten. Es handelt sich dabei um die höchste tägliche Todeszahl seit dem Höhepunkt der Pandemie im Mai, als 612 Tote binnen 24 Stunden registriert wurden.

Mit Beginn des Studiensemesters im Herbst 2020 waren die Zahlen in die Höhe geschnellt. Jetzt plant die Regierung von Boris Johnson einen Evakuierungsplan, mit dem die Heimreisen der Studenten zu Weihnachten koordiniert werden sollen, um Ansteckungen von älteren Verwandten zu verhindern. Allen Studenten sollen feste Reisedaten zugeteilt werden und vor ihrer Weihnachtsreise zweimal getestet werden.

Krankenhäuser in Italien schlagen wieder Alarm

In Italien überschreitet die Zahl der bestätigten Corona-Fälle die Schwelle von einer Million. In Europa hatten bereits Spanien und Frankreich mehr als eine Million Infektionen gemeldet.

Die zweite Welle in dem Land hat die Krankenhäuser längst erreicht. Im Rom wurden Patienten aus zwei Krankenhäusern, dem Hospital Umberto und dem Columbus, in das Hotel Sheraton Parco de Medici verlegt, das mit medizinischen Geräten für die Versorgung von Covid-19-Patienten in verschiedenen Stadien ausgestattet ist.

Mediziner fordern bereits einen weiteren landesweiten strengen Lockdown. Insgesamt starben in dem Land knapp 43.000 Menschen infolge einer Corona-Erkrankung. Italien hat nach Großbritannien und Frankreich die dritthöchste Sterberate in der EU.

Ungarn zieht nach und führt ebenfalls Beschränkungen ein

Auch Ungarn hat Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angekündigt, seine schärfsten bisher. Unter anderem sollen Geschäfte um 19 Uhr schließen, Restaurants dürfen nur noch liefern und Schulen werden auf Fernunterricht umstellen. Familienfeiern sind auf zehn Personen beschränkt, außerdem gilt eine landesweite nächtliche Ausgangssperre.

Der Krankenpfleger Krisztián Vereczkei meint: "Aus meiner Sicht hätten diese strengen Maßnahmen bereits während der ersten Welle ergriffen werden müssen, dann wären wir jetzt vielleicht nicht in dieser Situation."

Die Rentnerin Judit Pens sagt: "Ich habe das Gefühl, dass es Schritt für Schritt ernster wird, überall auf der Welt, nicht nur bei uns. Denn es besteht eine Gefahr für das Leben. Es ist nicht nur eine Grippe, es ist schnlimmer."

Griechendland verhängt zu Lockdown zusätzliche Maßnahmen

Griechenland hat zu seinem Lockdown zusätzliche Maßnahmen angekündigt, nachdem die Zahlen nicht runtergehen wollen. Dazu gehört eine landesweite Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens.