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Surrealismus trifft auf Pandemie: Madrider Galerie trotzt der Krise

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Im Caixaforum in Madrid sind trotz der Pandemie Werke prominenter Surrealisten zu bestaunen
Im Caixaforum in Madrid sind trotz der Pandemie Werke prominenter Surrealisten zu bestaunen   -   Copyright  AP Photo
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Während viele Länder in Europa Ausstellungen wegen der Pandemie geschlossen halten, tut Spanien sein Bestes, um sicherzustellen, dass die Menschen weiterhin in Galerien gehen können.

In Madrid sind surrealistische Werke von Künstlern wie Salvador Dali und Man Ray derzeit im Caixaforum zu sehen. Die Ausstellung unterstreicht , welche Bedeutung Surrealisten wie das Studio65 in Italien auch heute noch haben.

Mateo Kries ist der Ausstellungskurator und Direktor des Vitra Design Museums: "Natürlich ist das kein Kleiderbügel, es sieht aus wie ein Kaktus, aber Studio65 denkt, dass man hier seinen Mantel aufhängen kann, und dann haben sie auch diese Miniatur dieses Kleiderbügels angefertigt. Das Typische und Surreale daran ist also, dass es eine Irritation zwischen dem Bild eines Gegenstandes und der Funktion gibt. Er sieht aus wie ein Kaktus, aber er hat eine Funktion, die man bei der Benutzung entdecken muss. Es gibt also das Element der Überraschung und der Irritation."

"Der Kultur verpflichtet"

Unter den 279 ausgestellten Werken sind Shiro Kuramatas geschwungene Kommode aus dem Jahr 1970 und die Horse Lamp des Designerpaares Front aus dem Jahr 2006.

Marcel Duchamps Fahrradrad von 1913 ist ebenfalls zu sehen. Für die Organisatoren ist es wichtig, dass die Menschen auch mitten in einer Pandemie Zugang zur Kunst haben.

Isabel Salgado ist Ausstellungsdirektorin der Bankstiftung Caixa: "Ich weiß, dass es Länder gibt, die Museen geschlossen haben, während die Einkaufszentren geöffnet sind. Hier im Caixaforum sind wir der Kultur verpflichtet. Kultur formt unsere Vorstellungskraft, sie hilft, uns selbst zu verstehen. Deshalb sind unsere Türen offen, wir halten den Sicherheitsabstand und alle Hygienemaßnahmen ein, und wir haben Experten zur Hand, die dazu beitragen, den Besuch für die Menschen lohnender zu machen."

Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, hat das Caixaforum die Kapazität und die Anzahl der Besuche reduziert, indem es bestimmte Zeitfenster für den Eintritt anbietet. Das Tragen von Masken ist Pflicht.