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Trump taucht wieder auf: Von der Massendemonstration zum Golfplatz

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Nach dem Abstecher zur Massendemonstration wurde Trump zu seinem Golf-Klub in Kentucky chauffiert
Nach dem Abstecher zur Massendemonstration wurde Trump zu seinem Golf-Klub in Kentucky chauffiert   -   Copyright  Evan Vucci/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Eine gewaltige Menschenmenge hat sich den Weg zur Freedom Plaza unweit des Weißen Hauses in Washington gebahnt.

Es sind Tausende, wenn nicht Zehntausende Anhänger von Donald Trump, die dem scheidenden Präsidenten ihre Unterstützung bekunden.

Trump hatte über Twitter angekündigt, vorbeizuschauen - und er hielt Wort. Der präsidentiale Panzerfahrzeug-Konvoi ging auf Tuchfühlung mit den euphorischen Menschen. Anschließend ließ sich Trump zu seinem Golf-Klub in Kentucky chauffieren.

Trump weigert sich weiterhin standhaft, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl gegen Herausforderer Joe Biden anzuerkennen. Ebenso stur verweist er auf Wahlfälschungen durch manipulierte Stimmauszählungen, ohne Beweise für die Behauptungen vorzulegen.

2. Auftritt nach der Golf-Runde?

Unklar blieb in Washington, ob Trump sich nach dem Golf noch einmal bei seinen Anhängern blicken lassen wird. Vor Ort schlossen sich offenbar mehrere Demonstrationszüge zusammen. Ein Marsch stand unter dem Motto: "Stop the steal!" (Stoppt den Diebstahl), in Anlehnung an rumps Theorie der Wahlfälschung. Auf anderen Bannern prangte: "Million MAGA march" (MAGA steht für Make America Great Again).

US-Medien berichteten, auch rechtsextreme Organisationen wie die "Proud Boys" und die QAnon-Bewegung hätten ihre Teilnahme angekündigt. Nutzer teilten auf Twitter Videos, auf denen ´hunderte "Proud Boys" beim Marsch durch die Straßen zu sehen sind.

Mehrere linksgerichtete Gruppen wie die Antifa-Bewegung hatten bereits vor dem Wochenende zu Gegendemonstrationen aufgerufen.

Trump gleichauf mit Clinton

Nach Berechnungen vier großer US-Medienhäuser (CNN, NBC, ABC und CBS) hat Biden mittlerweile 306 Wahlleute auf sich vereinigt und damit das Ergebnis von Donald Trump bei der Wahl vor vier Jahren erreicht. Erforderlich für einen Sieg sind 270 Wahlleute.

Trump liegt unverändert bei 232 Wahlleuten. Das sind exakt so viele, wie seine Herausforderin Hillary Clinton 2016 ereichte. Das amtliche Endergebnis lässt noch auf sich arten, weil in mehreren Staaten die Auszählungen entweder noch nicht abgeschlossen sind oder widerholt werden.