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95 Prozent Schutz: Biontech-Impfstoff soll im Dezember kommen

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Biontech-Firmensitz
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Der Covid-19-Impfstoff, den das Mainzer Unternehmen Biontech in Zusammenarbeit mit dem US-Arzneimittelkonzern Pfizer entwickelt hat, bietet offenbar einen noch höheren Schutz als bisher angenommen.

Nach Angaben des Biontech-Vorstandsvorsitzenden Ugur Sahin ergab sich aus der Auswertung weiterer Untersuchungsergebnisse jetzt insgesamt ein Schutz von 95 Prozent.

„170 Menschen in dieser klinischen Studie sind an Covid-19 erkrankt. Nur acht von ihnen waren in der Impfstoffgruppe, 162 von ihnen waren in der Placebogruppe. Das heißt: Das ist ein außerordentlich starker Schutz“, so Sahin. „Der Schutz ist bei Menschen, die älter als 65 sind, ebenso wirksam. Hier haben wir einen Schutz von 94 Prozent festgestellt", sagte er.

Die Europäische Kommission hatte vor gut einer Woche den Kauf von bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und Pfizer genehmigt. Zuvor waren bereits Vereinbarungen mit anderen Pharmaunternehmen geschlossen worden.

„Wir werden unsere Unterlagen für eine Notfallzulassung höchstwahrscheinlich am Ende dieser Woche einreichen“, betonte der Biontech-Vorstandsvorsitzende. „Wir sind zuversichtlich, dass wenn wir weiter eng zusammenarbeiten, wir bis Mitte Dezember eine Zulassung bekommen könnten und dann beginnen könnten, den Gebieten, in denen wir eine Zulassung bekommen, die ersten Millionen Impfdosen zur Verfügung zu stellen“, so Sahin.

Das Unternehmen Moderna aus dem US-Bundesstaat Massachusetts hatte bei seinem Impfstoff einen Schutz von 94,5 Prozent festgestellt. Dieser müsse aber nicht bei -70 Grad Celsius gelagert werden wie die von Biontech und Pfizer entwickelte Substanz, hieß es.