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Doku "Colectiv": Skandal um den Brand in einem Bukarester Nachtclub

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Doku "Colectiv": Skandal um den Brand in einem Bukarester Nachtclub
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2015 erschüttert der tödliche Brand im Bukarester Nachtclub "Colectiv" die Menschen in Rumänien und tritt einen Skandal los.

Im gleichnamigen Dokumentarfilm "Colectiv" geht es um Fahrlässigkeit, Betrug und einen mutigen Reporter. Wolfgang Spindler von Euronews besuchte den rumänischen Regisseur Alexander Nanau in Bukarest.

Am schwierigsten war es, einen ausgewogenen Film zu machen, denn wir haben drei Erzählstränge. Es gibt die Journalisten, es gibt die Zivilisten, die dem Feuer zum Opfer fielen und die Eltern der Todesopfer, und es gibt das staatliche System. Der Film nimmt die Beobachterrolle ein. Eine Art Cinéma Vérité. Ein Blick durch verschlossene Türen auf den Newsroom, auf das Gesundheitsministerium. Es entsteht eine große Nähe dank ganz normaler Menschen. Die Geschichte ist ein regelrechter Thriller zwischen Journalismus, dem Staat und den Bürgern.
Alexander Nanau
Regisseur

Beim Brand im "Colectiv" starben 27 Menschen. In den folgenden Monaten erlagen 37 weitere Verwundete ihren schweren Verbrennungen wegen desaströser Verhältnisse im Krankenhaus. Ein Skandal, der Massenproteste auslöste, die auch den rumänischen Ministerpräsidenten Victor Ponta zu Fall brachten.

Der Film wurde als rumänischer Beitrag zur Oscarverleihung 2021 als bester internationaler Film eingereicht. Er feierte 2019 auf dem Filmfestival von Venedig Premiere. Ob "Colectiv" den Preis für den besten europäischen Dokumentarfilm gewinnt, entscheidet sich am 12. Dezember.