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Covid-19-Zahlen in Europa: Proteste in Berlin, Bordeaux und Lissabon

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Covid-19-Zahlen in Europa: Proteste in Berlin, Bordeaux und Lissabon
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An diesem Sonntag haben in Berlin am Prenzlauer Berg etwa 1.000 Corona-Skeptikerinnen und -Skeptiker bei einem sogenannten "Schweigemarsch gegen Diskriminierung und für Menschenrechte" mitgemacht. Die meisten trugen Masken und versuchten Abstand zu halten.

Begleitet wurden sie von fast genauso vielen Gegen-Demonstrantinnen und -Demonstranten, die sich entlang der Marschroute versammelt hatten.

In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen laut Angaben des Robert Koch-Institut vom Sonntagmorgen zurückgegangen.

Immer mehr Altenheime in Deutschland betroffen

Gleichzeitig berichtet die Süddeutsche Zeitung, dass immer mehr Alten- und Pflegeheime von Covid-19 betroffen sind. In weit mehr als 1000 der deutschlandweit etwa 12 000 Alten- und Pflegeheime gibt es aktuell Corona-Fälle. Das ergab eine Umfrage von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR unter den Gesundheitsministerien der Bundesländer. Demnach ist aktuell in Brandenburg jedes zehnte Heim betroffen, in Nordrhein-Westfalen jedes sechste, in Rheinland-Pfalz jedes fünfte. In Hessen haben 200 von gut 800 Pflegeeinrichtungen Corona-Infektionen gemeldet, also jedes vierte Heim.

Leicht sinkende Zahlen in Italien

In Italien werden an diesem Sonntagabend etwas mehr als 28.000 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden gemeldet. Das sind deutlich weniger als in den vergangenen Tagen. Auch die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 ist mit 257 niedriger als an den Vortagen.

Leid der Kulturszene in Lisssabon

In Lissabon versammelten sich Kulturschaffende, um auf ihre katastrophale Lage aufmerksam zu machen. Die Vertreter der Kulturszene gehen davon aus, dass 130.000 Menschen in kreativen Berufen derzeit so gut wie nichts verdienen. Von Leid und Hunger war die Rede.

Sandra Farinha vertritt eine Initiative von Beschäftigten im Event-Management. Sie sagt: "Die Kredite, die die Regierung angekündigt hat, helfen nicht wirklich. Wenn die Tragödie die Fischerei, die Landwirtschaft, die Banken oder TAP betrifft, dann rettet die Regierung sie. Aber die Regierung muss auch die Kultur retten."

KatholikInnen demonstrieren in Frankreich

In Frankreich - wie hier in Bordeaux - haben Katholiken ihre Proteste für das Abhalten von Messen in Kirchen fortgesetzt. Derzeit dürfen wegen des Lockdown keine Gottesdiense abgehalten werden.

Eine junge Frau in Bordeaux meint: "Wir machen weiter, bis wir bekommen, was wir wollen. Es geht nicht nur um einen Sonntag. Diese Bewegung steht für alle Katholiken in Bordeaux und in Frankreich. Vom Grunde unserer Herzen aus wollen wir wieder die Messe in der Kirche feiern und die Eucharistie empfangen."

Am Dienstagabend will sich Staatspräsident Emmanuel Macron zur Lockerung des Lockdown äußern. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist auf 13.000 zurückgegangen.