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Covid-19: O du fröhliche, o du sparsame Weihnachtszeit

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Von su mit dpa, AFP
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Covid-19: O du fröhliche, o du sparsame Weihnachtszeit
Copyright  Andrew Medichini/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Das Weihnachtsgeschäft im November/Dezember bringt dem Einzelhandel jeden fünften Euro vom Jahresumsatz in die Kasse (Einzelhandelsverband HDE), bei manchen Läden jeden zweiten oder sogar noch mehr – in normalen Jahren.

Aber 2020 ist anders. Was macht die COVID 19-Pandemie mit dem Shopping in der Vorweihnachtszeit?

Ein Ableger einer Spielwarenkette spürt die Coronaregeln kräftig in der Kasse.

Sophie Patteuw, JouéClub, Villeneuve-d`'Asc, Frankreich:

"Wir machen nur etwa die Hälfte unseres gewohnten Monatsumsatzes. Aber hey, wir sind immer noch glücklich, weil wir den Eindruck haben, dass die Menschen anders konsumieren. Vielleicht waren sie vorher mehr auf E-Commerce-Websites. Aber wir merken, dass sie sich jetzt mehr umschauen und tatsächlich bei den Einzelhändlern bestellen."

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Laut einer CSA-Forschungsstudie (Consumer Science & Analytics, Puteaux, Frankreich) ist das erwartete Durchschnittsbudget der Konsumenten in Frankreich (Geschenke, Mahlzeiten, Outfits usw.) in diesem Jahr 54 Euro höher als 2019, 603 Euro. Dabei macht das Geschenkbudget mehr als die Hälfte dieses Betrags aus (372 Euro).

Ein Blumenhändler freut sich über die Lockerung in einem der härtesten Lockdowns in Europa in der Adventszeit.

Pascal Mutel, Florist, Paris:

"Es war sehr wichtig, dass wir dieses Wochenende öffnen, das erleichtert uns sehr. Jetzt haben wir dreieinhalb, vier Wochen Zeit, um die Zahlen zu erreichen, die wir in sechs Wochen vorhatten. Wir hoffen, dass das vorbeigeht."

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Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC (PricewaterhousCoopers) ist bei 40% der europäischen Verbraucher aufgrund der Pandemie das Haushaltseinkommen zurückgegangen. Also planen 38%, ihre Ausgaben in den nächsten Monaten zu reduzieren.

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In den Ländern, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind, wollen die Verbraucher ihre Geldbörsen besonders kräftig zuhalten: 56% in Spanien, 43% in Großbritannien und 42% in Italien.

Trotz einiger Impfstoffentwicklungen machen sich Unternehmer und Verbraucher also weiter Sorgen, wie es mit ihren Einnahmen weitergeht, mit ihren Arbeitsplätze und der Wirtschaft insgesamt, die durch die COVID19-Krise kräftig durchgeschüttelt werden.

su mit dpa, AFP