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CL-Spiel Paris gegen Başakşehir: 5:1 und ein klares Zeichen gegen Rassismus

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Pierre Webo vor Anpfiff der Partie in einem "Nein-zu-Rassismus-"Shirt.
Pierre Webo vor Anpfiff der Partie in einem "Nein-zu-Rassismus-"Shirt.   -   Copyright  Francois Mori/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Es war keine Partie wie jede andere. Zum Auftakt ihres Champions-League-Spiels setzten Paris Saint-Germain und Istanbul Başakşehir zunächst ein Zeichen gegen Rassismus. Die Spieler knieten nieder, reckten eine Faust nach oben.

Danach besiegte Paris den türkischen Meister mit 5:1 und zog in die K.o.-Runde ein. Das Ergebnis geriet allerdings zur Nebensache. Denn tags zuvor war das Spiel wegen Rassismusvorwürfen abgebrochen worden.

Die UEFA twitterte, sie wisse von einem Zwischenfall bei der Partie und werde diesen untersuchen. Rassismus und Diskriminierung hätten in allen Formen keinen Platz im Fußball.

Und PSG schrieb: alle Formen von Rassismus gingen gegen die Werte des Vereins, seiner Mitarbeiter und Spieler.

Was war passiert? Einer der rumänischen Schiedsrichter soll den Assistenztrainer der Istanbuler, den früheren kamerunischen Nationalspieler Pierre Webo, mit dem N-Wort beleidigt haben.

Başakşehir weigerte sich, weiterzuspielen. Daher entschied die UEFA kurz vor Mitternacht, die Partie nicht wieder anzupfeifen und am Mittwochabend mit einem neuen Schiedsrichterteam beim Stand von 0:0 nach 15 Minuten fortzusetzen.

Die Schiedsrichter sagen, sie hätten lediglich das rumänische Wort für Schwarzer, "negru", benutzt, um Webo zu identifizieren. Ihnen wurde daraufhin vorgeworfen, dass sie bei einem weißen Spieler auch nicht "der Weiße" gesagt hätten, um diesen zu benennen.

In den sozialen Netzwerken bekundeten Tausende ihre Solidarität, auch Vereine aus der Bundesliga positionierten sich gegen Rassismus. Das "Fare"-Netzwerk gegen Diskriminierung wertete die Ereignisse als wichtiges Signal im Kampf gegen Rassismus.

"Dass Başakşehir und PSG zusammen das Spielfeld verlassen haben, setzt ein Zeichen in Europa", sagte der Fare-Geschäftsführer Piara Powar der Nachrichtenagentur AP.