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Illegale Rave Party: Geldbußen für 1.200 TeilnehmerInnen

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Polizei kontrolliert TeilnehmerInnen der Rave Party in Lieuron bei Rennes
Polizei kontrolliert TeilnehmerInnen der Rave Party in Lieuron bei Rennes   -   Copyright  JEAN-FRANCOIS MONIER/AFP
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Erst um 6 Uhr morgens am Samstag wurde die Musik abgeschaltet - nach zwei Tagen illegaler Rave Party mit mehr als 2.000 Feierwütigen in der Bretagne. Nachdem eine Verstärkung für die Sicherheitskräfte eingetroffen war, versuchten diese, die Geldbußen von 135 Euro auszustellen. Eine junge Frau berichtete, sie habe gewusst, dass sie eine Geldstrafe riskiere, das sei es ihr wert gewesen. Sie habe aber einen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Offenbar waren auch junge Leute aus Italien und Spanien angereist. Die Behörden fürchten eine weitere Verbreitung des Coronavirus durch die illegale Rave Party.

Einige TeilnehmerInnen der Rave waren mit ihren Autos am frühen Morgen von dem Gelände weggefahren - ohne die Geldstrafe zu bezahlen. Die Polizei führt auch Drogentests durch. Wer positiv getestet wird, bekommt eine höhere Geldstrafe.

Der französische Innenminister Gérald Darmanin schrieb am Samstagvormittag auf Twitter, es seien Geldstrafen gegen 1.200 Personen ausgestellt worden. Die Polizeikontrollen dauerten an.

Am Neujahrsmorgen hatte die Polizei vegeblich versucht, die Fete zu beenden. Französische Medien berichteten von mindestens drei durch Steinwürfe verletzten Polizisten, auch die Feuerwehr war im Einsatz. Ein Polizeifahrzeug war in Brand gesteckt worden.

Im Internet machten Fotos und Videos der illegalen Silvesterfeier in Lieuron im Département Ille-et-Vilaine die Runde. Mit einem Hubschrauber wollten die Sicherheitskräfte feststellen, wie viele Menschen zu der Rave Party gekommen waren. Auf einer Landstraße, der D177 zwischen Rennes und Redon, verfolgte die Polizei die Feierwütigen.

Wie der Lokalsender FRANCE BLEU erklärte, waren die Raver aus ganz Frankreich und sogar aus Polen angereist - trotz nächtlicher Ausgangssperre in Frankreich, deren EInhaltung die Sicherheitskräfte auch in der Silvesternacht hätten durchsetzen sollen.

Der Journalist Benjamin Fontaine teilte ein Video, das die Feiernden auf Snapchat verbreitet hatten.

Die Fete war in einer leerstehenden Halle eines Transportunternehmenes in Lieuron organisiert worden.

In Rennes blieb die Innenstadt wegen der nächtlichen Ausgangssperre menschenleer.

Französische Medien wie FRANCE INFO berichten, dass es auch eine illegale Feier mit etwa 300 Gästen in Marseille gegeben habe. In Straßburg kommt es in der Silvesternacht traditionell zu Ausschreitungen, dort sind weniger Autos angezündet worden als normalerweise an Neujahr. Doch ein junger Mann wurde durch einen Feuerwerkskörper getötet.

Trotz nächtlicher Ausgangssperre waren viele Französinnen und Franzosen nach Monaco gefahren, wo - anders als in Frankreich - die Restaurants geöffnet sind. Doch auch im Fürstentum gibt es Einschränkungen. Die ganze Nacht feiern konnten die Gäste dort ebenfalls nicht: die Gaststätten machen um 22 Uhr dicht.