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Post-Brexit-Ära in Dover und Calais: "Die Uhr tickt"

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Von Victoria Ging mit Euronews
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Post-Brexit-Ära in Dover und Calais: "Die Uhr tickt"
Copyright  Gareth Fuller/AP
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Die erste Arbeitswoche im neuen Jahr, und im Hafen von Dover ist es ruhig. Die Polizei überprüft hier, ob die Fahrer und Fahrererinnen die neuen Dokumente haben, die sie benötigen, nachdem Großbritannien nicht mehr Teil der EU ist. Wenn ja, können sie an Bord einer Fähre über den Kanal gehen.

Reporterfrage: "Haben Sie Ihre Dokumente?" Die Antwort des Lkw-Fahrers: "Meine Papiere? Ja, ich habe alles."

Sie brauchen auch einen Nachweis über einen negativen Covid-Test - nicht länger als 72 Stunden vorher gemacht. Nicht jederund jede ist darauf vorbereitet. Ein Lkw-Fahrer wurde vom Hafen Dover weggeschickt - zu einem Dutzende Kilometer entfernten Covid-Testgelände.

Die Hafenbehörden hier drängen die Unternehmen, sich vorzubereiten. Doug Bannister ist der Geschäftsführer von Dover Ports: "Wir müssen sicherstellen, dass die Leute bereit sind, in der Post-Brexit-Umgebung Handel zu treiben, und sicherstellen, dass sie ihre Zollpapiere ausfüllen können, und bitte, bitte stellen Sie sicher, dass Sie alle Papiere ausgefüllt haben und bereit sind, wenn Sie zum Hafen fahren, denn das wird garantieren, dass der Handel weiterhin für alle fließt."

Dover: "Die Uhr tickt"

Euronews-Reporterin Victoria Ging kommentierte vor dem Hafengelände in Dover: "Es mag im Moment ruhig aussehen, weil die Fähre im Hafen von Dover hinter mir ziemlich leer ist, aber die Regierung hier rechnet ganz klar damit, dass es zu Verzögerungen kommen wird. Sie richten neue Testpunkte ein, neue Kontrollbereiche abseits der stark frequentierten Häfen, und sie verschieben auch die Kontrollen von Waren, die aus der EU nach Großbritannien kommen, für die nächsten sechs Monate, um den Unternehmen Zeit zu geben, sich vorzubereiten. Aber die Botschaft ist klar: Wenn Sie noch nicht bereit sind - die Uhr tickt."

Calais gut vorbereitet

In Calais ist es ebenfalls ruhig - vorerst. Aber die Hafenbehörden hier sagen, dass sie gut vorbereitet sind. Jean Marc Puissesseau ist der Greschäftsführer des Hafens Boulogne Calais: "Wir haben seit drei Jahren darüber nachgedacht, was wir tun müssen. Und ich kann Ihnen sagen, dass Deal oder No Deal für uns kein Thema war, denn nachdem Großbritannien beschlossen hat, Europa zu verlassen, wird es zu einem Drittland. Insgesamt haben wir mehr als 13 Millionen Euro investiert, um auf den Brexit vorbereitet zu sein."

Die Unternehmen auf beiden Seiten werden wohl abwarten, wie sich die neuen Regelungen auf die Häfen auswirken - und sie werden beobachten, ob die Warteschlangen in den kommenden Wochen zurückkehren.