Brexit, Tag eins: Alles ruhig am Kanal

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Von Frank Weinert
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Großbritannien und die EU haben zur Jahreswende den Bruch vollzogen. Das befürchtete Chaos an den Grenzen blieb aus - vor allem in Calais und Dover.

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Großbritannien und die EU haben zur Jahreswende den Bruch vollzogen. Der britische Premier Johnson freut sich. Frankreich und Schottland bedauern den Schritt. Das befürchtete Chaos an den Grenzen blieb bislang aus - vor allem in Calais und Dover - hat Euronews-Reportrer David Chazan beobachtet: "Die Hafenbehörden hier in Calais sagen, dass die meisten Formalitäten, der meiste Papierkram gar nicht mehr auf dem Papierweg erledigt wird, sondern online. Und für die meisten Lastwagen, die hier ankommen, hoffen sie, dass die Formalitäten erledigt sein werden. Und wenn die LKW ankommen, werden sie entweder auf eine grüne Spur geleitet, um direkt durchzukommen, oder auf eine orangefarbene Spur für zusätzliche Kontrollen, falls es ein Problem mit den Online-Formalitäten gibt."

Rund 200 Lastwagen durchquerten den Tunnel unter dem Ärmelkanal in der Nacht "ohne Probleme", so die Betreiber-Gruppe des Tunnels, Getlink. Alle Lastwagen-Fahrer hätten die durch den Brexit nötig gewordenen neuen Formalitäten erfüllt. Man habe niemanden aufhalten müssen, Euronews-Reporterin Victoria Smith: "Die Lkw-Fahrer müssen neben den Zoll-Papieren auch einen negativen Corona-Test nachweisen, der 72 Stunden zuvor durchgeführt wurde. Kein negativer Test, keine Einfahrt in den Hafen von Dover. Die britische Armee wird dabei behilflich sein. Die Polizei ist in Bereitschaft, damit sie bei Verzögerungen den Verkehr von den Straßen, die zum Hafen führen, auf die umliegenden Straßen leiten kann. Und die Regierung verschiebt nun die volle Kontrolle über Waren, die aus der EU nach Großbritannien kommen, um bis zu sechs Monate - wegen der Covid-Krise. Es werden also einige Anstrengungen unternommen, aber wir werden abwarten, wie sich die Dinge hier in Dover in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln."

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