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Ein Jahr nach Flugzeugabschuss im Iran: Angehörige fordern Gerechtigkeit

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Ein Jahr nach Flugzeugabschuss im Iran: Angehörige fordern Gerechtigkeit
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Ein Jahr nach dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine im Iran wird in Kiew der Opfer gedacht. Angehörige legen Blumen an einem neu errichteten Mahnmal nieder, danach werden die Namen der 176 Opfer verlesen: Ukrainer, aber auch viele Iraner, Kanadier, Afghanen, Briten und Schweden.

Noch immer kein unabhängiger Prozess

Sie alle kamen ums Leben, als die iranische Luftabwehr das Flugzeug am 8. Januar 2020 irrtümlich kurz nach dem Start in Teheran abschoss. Zu dem Vorfall kam es inmitten starker Spannungen mit den USA.

Die iranische Führung wies zunächst jede Schuld von sich, gab den Abschuss dann aber unter massivem internationalen Druck zu. Möglicherweise soll sich noch diesen Monat ein iranisches Gericht mit dem Vorfall befassen, ob ein Militärgericht oder ein ziviles Gericht ist unklar.

Die betroffenen Länder forderten zum Jahrestag in einer gemeinsamen Erklärung an Teheran eine „transparente Untersuchung“ des Vorfalls. Die Verantwortlichen müssten endlich vor ein unabhängiges, internationales Gericht gestellt werden.

Das verlangen auch die Familien der Opfer, die sich teils online zusammegeschlossen haben, um gemeinsam f¨ür Gerechtigkeit zu kämpfen.

Schadensersatz für die Angehörigen?

Der Iran hatte den Familien der Opfer vor kurzem Schadensersatz von umgerechnet je gut 120.000 Euro versprochen. Kanada hat dieses Angebot bereits abgelehnt. Eine Entschädigung könne Teheran nicht allein, sondern nur mit den Betroffenen gemeinsam aushandeln.