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Nach Flugzeugabschuss: Neue Proteste in Teheran

Nach Flugzeugabschuss: Neue Proteste in Teheran
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AP Photo/Ebrahim Noroozi
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Die Proteste im Iran gegen die Regierung gehen weiter. Bis zu 3000 Menschen haben nach inoffiziellen Angaben der Nachrichtenagentur ILNA in West-Teheran wegen des Abschusses eines ukrainischen Passagierflugzeuges durch den Iran gegen die Regierung demonstriert. Die Teilnehmer kritisierten demnach auch die Vertuschung von Fakten durch die iranische Regierung. Es gab dem Bericht zufolge Forderungen nach dem Rücktritt aller beteiligten Offiziellen. Polizei und Sicherheitskräfte vor Ort hätten versucht, die Proteste zu beenden, heißt es.

US-Präsident Trump rief die iranische Führung auf, die Proteste zuzulassen und niemanden zu töten.

Der Chef der Revolutionsgarden informierte das Parlament in Teheran und bedauerte den Abschuss erneut. "Wir waren im Krieg mit Amerika und wir sind es immer noch. Wir sind die Soldaten dieses Landes und Diener der Menschen. Ich schwöre, ich wünschte, ich hätte in diesem abgeschossenen Flugzeug gesessen, wäre abgestürzt und verbrannt, aber ich war noch nicht einmal Augenzeuge dieses tragischen Unglücks."

In den sozialen Medien teilen Auslandsiraner Videos der Proteste.

Am Rande der Proteste in Teheran wurde am Samstagabend der britische Botschafter kurzzeitig festgesetzt. Er hatte nach eigenen Angaben an einer Trauerkundgebung für die Absturzopfer teilgenommen, unter denen auch Briten waren, die Veranstaltung aber schon nach fünf Minuten verlassen, als Parolen gerufen wurden. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete dagegen, Botschafter Rob Macaire habe vor der Universität Amir Kabir Demonstranten animiert, "radikale Aktionen" durchzuführen.

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