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Um 18 Uhr ist Schluss: Frankreich verschärft Ausgangssperre

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Um 18 Uhr ist Schluss: Frankreich verschärft Ausgangssperre
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Die französischen Behörden haben die nächtliche Ausgangssperre in zehn Regionen ausgeweitet. Somit dürfen die Menschen in den betroffenen Gebieten zwischen 18 Uhr und 6 Uhr nur mit Ausnahmegenehmigung aus dem Haus. Diese Regelung gilt insbesondere im Osten und Südosten des Landes, insgesamt sind es 25 Départements. In den übrigen Teilen Frankreichs beginnt die Ausgangssperre um 20 Uhr.

Auch in Marseille muss die Bevölkerung früher zu Hause bleiben, in der Stadt wurde die britische Variante des Coronavirus bei einer Familie festgestellt, die Weihnachten im Vereinigten Königreich verbrachte.

Ärger bei Geschäftsleuten

Die Vorverlegung der Ausgangssperre trifft vor allem bei Geschäftsleuten auf Kritik. Sie befürchten weitere wirtschaftliche Einbußen.

„Das wird ganz schwierig, vor allem in Bezug auf meine Verkaufszahlen. Ich bin Weinhändler und mache 80 Prozent meines Umsatzes um 18 Uhr“, sagt ein Ladenbesitzer.

Auch einen Blumenhändler bringt die verlängerte Ausgangssperre auf die Palme: „Das führt nur dazu, dass die Menschen noch verärgerter sind. Sie werden sich in den Geschäften drängeln, wenn sie von der Arbeit kommen. Das ist nur eine weitere Schwachsinnsentscheidung“, findet er.

Zuletzt wurden in Frankreich 20177 Ansteckungsfälle sowie 171 Covid-19-Tote innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der bisher geimpften Personen wird in Frankreich mit 80 000 angegeben.