Schon öfter die Erste: US-Vizepräsidentin Kamala Harris

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Copyright Matt Slocum/2021 The Associated Press
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Von Anja Bencze mit dpa
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Während der Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten offenbarte Kamala Harris ihr Potenzial und überzeugte Joe Biden, sie als "Running Mate" an seine Seite holen. So wurde aus der Konkurrentin eine unverzichtbare Verbündete.

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Beim Joggen erreichte Kamala Harris die Nachricht vom Sieg der Demokraten bei der US-Präsidentenwahl. Ihr Ehemann Douglas Emhoff hielt den Moment mit dem Handy für die Nachwelt fest: "Joe, wir haben es geschafft - du wirst der nächste Präsident der USA", rief die gewählte Vize-Präsidentin etwas außer Atem ins Handy und lachte. Am anderen Ende der Leitung: Joe Biden.

Einige Monate zuvor begann der gemeinsame Weg des Gespanns: Während der Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten offenbarte Kamala Harris ihr Potenzial und überzeugte Joe Biden, sie als "Running Mate" an seine Seite holen. So wurde aus der beeindruckenden Konkurrentin eine unverzichtbare Verbündete.

Progressiv und modern

Ihre politischen Fähigkeiten hatte Harris bereits zuvor als Staatsanwältin und Senatorin geschärft, neben Kampfgeist auch Loyalität. Zu Biden sagte sie bei einem Wahlkampfauftritt: "Joe wird ein Präsident sein, der unsere Herausforderungen in Ziele verwandelt. Joe wird uns zusammenbringen, um eine Wirtschaft aufzubauen, die niemanden zurücklässt."

Biden setzte im Wahlkampf auf die Aura seiner als progressiv und modern geltenden Mitbewerberin, um jüngere Generationen in der Wählerschaft anzusprechen. Manchen ging der Aufstieg etwas zu schnell.

Ein junger Demokrat äußerte sich nach der Wahl folgendermaßen: "Sie ist wahrscheinlich weiter links als Joe Biden. Sie ist Teil des progressiven Parteiflügels. Ich hätte es vorgezogen, dass sie etwas mehr Zeit im Senat verbringt, damit wir sie besser kennenlernen können und sehen, wie sie abstimmt."

Erste Frau und erste Schwarze im Vizepräsidentenamt

Die Tochter eines Vaters aus Jamaika und einer Mutter aus Indien war Laufe ihrer Karriere mehrfach Vorreiterin: 2010 wurde sie in Kalifornien als erste Frau und erste Schwarze zur Justizministerin gewählt. 2017 zog sie in den US-Senat ein, als zweite Afroamerikanerin überhaupt.

Nun geht sie als erste Frau und erste Schwarze im Vizepräsidentenamt in die Geschichte der USA ein.

Kamala Harris nennt ihre Mutter, eine Krebsforscherin und Bürgerrechtlerin, als ihre größte Inspirationsquelle und ist Stolz auf ihre indischen Wurzeln. Im Heimatdorf ihrer indischen Familie wurde ihr Sieg gefeiert.

Vor allem aber hofft Harris, dass andere ihrem Weg folgen werden: "Ich mag die erste Frau in diesem Amt sein, aber auf keinen Fall die letzte."

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