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New-Start-Vertrag: NATO begrüßt US-Willen zu Abrüstung mit Russland

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Jens Stoltenberg bei einer Pressekonferenz am 14. Januar.
Jens Stoltenberg bei einer Pressekonferenz am 14. Januar.   -   Copyright  Oliver Hoslet/ Associated Press
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Die NATO hat die veränderte US-Position zur Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrags New Start begrüßt. Die neue amerikanische Regierung unter Joe Biden hatte am Donnerstag erklärt, dass sie eine Verlängerung der Vereinbarung mit Russland um fünf Jahre anstrebe. Der Vertrag würde sonst in gut zwei Wochen auslaufen. Bidens Vorgänger Donald Trump hatte das Abkommen als nachteilig für die USA bezeichnet und sich mit Russland nicht auf eine Verlängerung einigen können. Zudem wollte Trump China mit ins Boot holen, was die Führung in Peking ablehnte.

Er heiße Bidens Ankündigung willkommen, so der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel: "Ich habe immer wieder gesagt, dass eine Situation ohne eine Vereinbarung vermieden werden sollte. Die Verlängerung des New-Start-Vertrags ist nicht das Ende. Sie sollte der Anfang erneuter Bemühungen zur Stärkung der internationalen Waffenkontrolle sein, dazu, wie wir dabei mehr Waffensysteme abdecken und auch weitere Staaten wie zum Beispiel China dafür gewinnen können."

Neuer US-Verteidigungsminister: "unerschütterliches Bekenntnis zur NATO"

Auch sonst stehen die Zeichen auf Wandel in Washington: Der neue US-Verteidigungsminister bekannte sich in seinem ersten Telefonat mit Stoltenberg zur NATO:

Russland hat Verlängerung bereits angeboten

Russland hatte bereits unmittelbar nach Bidens Vereidigung eine Verlängerung des Abkommens angeboten und in der Vergangenheit vor einem Wettrüsten gewarnt.. Eine konkrete Einigung beider Seiten gibt es noch nicht.

Der New-Start Vertrag trat vor fast zehn Jahren in Kraft und begrenzt die Atomwaffen-Arsenale der USA und Russland auf je 800 Trägersysteme und 1500 einsatzbereite Atomsprengköpfe.