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Wieder Ärger in Tirol: Party-Touristen feiern heimlich in St. Anton

Straßensperre im März 2020
Straßensperre im März 2020 Copyright Kerstin Joensson/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Kerstin Joensson/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Von Euronews mit EBU/ORF/DPA
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Manche sind privaten Unterkünften unterbracht, andere unter dem Vorwand der Arbeitssuche mit einem Zweitwohnsitz angemeldet. Offenbar kursieren Tipps im Internet, wie man Verbote umgeht und unbehelligt nach St. Anton kommt.

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Diesen Skandal hätte sich der Tiroler Skiort St. Anton lieber erspart: Mehr als 100 junge ausländische Gäste sollen mitten im Lockdown heimlich Partys feiern und den Wintersportfreuden frönen.

Völlig illegal natürlich. Manche sind in privaten Unterkünften unterbracht, andere unter dem Vorwand der Arbeitssuche mit einem Zweitwohnsitz angemeldet. Offenbar kursieren Tipps im Internet, wie man Verbote umgeht und unbehelligt nach St. Anton kommt.

Von dieser Entwicklung zeigt sich Bürgermeister Helmut Mall alles andere als begeistert. "Ist es ausreichend, wenn man sagt : 'Ich suche Arbeit', ist das eine Legitimation, dass man einen Monat da sein kann? Ich finde zwar keine Arbeit, weil es ist ja nichts derzeit zum Arbeiten da. Und reicht das aus, dass ich einen Zweitwohnsitz anmelde und nachher stattdessen, dass ich arbeite, weil ich nichts hab, halt Skifahren geh."

"Das wollen wir nicht"

Viele von denen, die trotz der verpflichtenden Corona-Quarantäne aus Deutschland, Dänemark, Schweden und anderen europäischen Ländern anreisten, seien später auf den Skipisten anzutreffen. Dort bildeten sie teils größere Gruppen. "Das wollen wir nicht", so der Bürgermeister.

Die 2500 Einwohner des vom Tourismus abhängigen Orts hätten große Sorge, falls sich das Coronavirus in der Gemeinde ausbreiten sollte. "Wir wollen einen touristischen Schaden abwenden", sagte Mall.

Lokale Behörden fordern eine Schließung des Schlupflochs und schärfere Kontrollen. Dahinter steckt natürlich die Angst vor neuen Infektionsherden, die Erinnerung an Ischgl, das vor einem Jahr zum Corona-Hotspot wurde, ist groß.

Sankt Anton ist nicht der einzige Fall, der derzeit in Tirol für Gesprächsstoff sorgt. Im Zillertal gibt mehrere Corona-Cluster. Bei mindestens sieben Personen wurde die südafrikanische Variante nachgewiesen.

Zeitungsberichten zufolge könnten Einheimische die Mutation nach einem Golfurlaub in Südafrika zu Silvester eingeschleppt haben. Offiziell wurde dies aber nicht bestätigt.

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