Trotz Scheidung: Nordirland bleibt ein Streitpunkt

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Von euronews
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Die Europäische Union und Großbritannien sehen wieder Gesprächsbedarf. Auch die Impfstoffbeschaffung klingt mit.

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Trotz vollzogenem EU-Austritt Großbritanniens und geschlossenem Abkommen verhandeln Brüssel und London schon wieder. In der Nordirland-Frage gibt es noch Klärungsbedarf: Der britische Landesteil gehört weiterhin zum europäischen Binnenmarkt, um das irische Karfreitagsabkommen nicht zu gefährden, doch im Warenverkehr kommt es zu Schwierigkeiten.

EU-Kommissar Maroš Šefčovič reiste zu Gesprächen nach London. Bis zum 24. Februar soll ein gemeinsames Gremium tagen, das die Umsetzung des Austrittsabkommens überwacht.

Der Streit um Impfstofflieferungen mit Ursula von der Leyen in einer der Hauptrollen und die zumindest erwogenen Kontrollen an der nordirisch-irischen Grenze veranlassten die Präsidentin der Europäischen Kommission, öffentlich zurückzurudern.

Barnier: Nicht zu Scheidung gratulieren

Die Wunde, die die Trennung von Großbritannien geschlagen hat, ist bei den EU-Spitzen noch nicht verheilt - auch beim ehemaligen Unterhändler Michel Barner nicht. „Ich weiß nicht, ob man mir zum Austrittsabkommen gratulieren muss. Ja, ich habe diese Aufgabe abgeschlossen, aber der britische EU-Austritt bleibt eine Scheidung. Und ich glaube nicht, dass man uns zu einer Scheidung gratulieren sollte.“

Laut Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und der britischen Regierung soll eine feste Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland verhindert werden: Um die Wirtschaftsabläufe zu gewährleisten und insbesondere um den Frieden auf der irischen Insel zu wahren.

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