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"Grüner Pass" - Kommt der europäische Impfausweis?

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Von Euronews
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen   -   Copyright  Francisco Seco/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Internationale Geschäfts- und Urlaubsreisen könnten wieder möglich sein, rechtzeitig zur Sommersaison. Die Europäische Kommission will noch vor Ende März einen Vorschlag für einen "grünen Pass" vorlegen - einen Corona-Impfausweis nach israelischem Vorbild.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt in einem Tweet, dass mit dem digitalen Pass sowohl der Nachweis von Impfungen möglich sein soll, als auch von Covid-Testergebnissen für diejenigen, die noch nicht geimpft werden konnten. Und das ganze unter Berücksichtigung von Datenschutzbestimmungen.

Zuvor hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs bereits auf eine europäische Lösung geeinigt. Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte das EU-weite Impfpass-System innerhalb von drei Monaten einsatzbereit sein.

In der EU herrscht allerdings Uneinigkeit über die Nutzung des "grünen Passes". Vom Tourismus abhängige Länder und die Lobbyisten von Fluggesellschaften wollen damit Reisende von Corona-Tests und Quarantäne befreien. Aber die meisten EU-Länder, allen voran Frankreich und Deutschland, glauben, dass es dafür noch zu früh ist. Sie befürchten eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, in der Geimpfte ein einschränkungsfreies Leben genießen können, während andere weiter verzichten müssen.

Welche Rechte mit dem Dokument verknüpft sind, könnte gegebenenfalls jedes Land für sich entscheiden.

Vorbild für den Vorstoß ist der "Grüne Pass" in Israel. Dort können von einer Corona-Infektion genesene und geimpfte Menschen unter anderem wieder Fitnessstudios, Theater und Sportereignisse besuchen.