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Rumänische Satire gewinnt "Goldenen Bären" der - virtuellen - Berlinale

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Rumänische Satire gewinnt "Goldenen Bären" der - virtuellen - Berlinale
Copyright  Christoph Soeder/dpa via AP
Von Euronews, su mit dpa
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Der Film "Bad Luck Banging or Loony Porn" - etwa „Pechsträhne oder der bekloppte Porno“ - des rumänischen Regisseurs Radu Jude hat virtuell den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. In der Satire geht es um eine Lehrerin, die durch die anonyme Veröffentlichung eines privaten Sexvideos Probleme bekommt.

Für sein Spielfilmdebut über eine ungarische Sondereinheit in der besetzten Sowjetunion – „natürliches Licht” - erhielt Dénes Nagy den Regiepreis.

Der wichtigste Schauspielpreis der Berlinale bleibt in Deutschland: Maren Eggert erhielt ihn für ihre Rolle in der Tragikomödie "Ich bin dein Mensch". Die 47-jährige Eggert spielt darin eine Wissenschaftlerin, die sich in einen Roboter verliebt. Das war der Jury, die ebenfalls virtuell tagte, den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle wert.

Zum ersten Mal wurden die Ehrungen nicht mehr getrennt nach Geschlechtern, sondern für Haupt- und Nebenrollen vergeben.

In diesem Jahr gab es 15 Wettbewerbsbeiträge. Den Silbernen Bär "Preis der Jury" erhielt die Dokumentation "Herr Bachmann und seine Klasse". Dafür begleitete die hessische Regisseurin Maria Speth eine Schulklasse in dem Bundesland.

Das Regiedebüt von Schauspieler Daniel Brühl, "Nebenan", fiel dagegen bei der Jury durch. Auch eine weitere deutsche Produktion, Fabian oder Der Gang vor die Hunde" von Dominik Graf, ging leer aus.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt.

Wegen der Pandemie fanden die Filmfestspiele vorerst online statt, die Jury hatte das Filmtheater für sich - im Juni soll es ein öffentliches Festival geben. Dann sollen auch die Preise verliehen werden - ganz altmodisch und analog.

su mit dpa