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Biden-Regierung erlaubt geflüchteten Venezolanern temporären Aufenthalt

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Von Ronald Krams
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BIden   -   Copyright  AFP
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Die neue US-Regierung will Venezolanern, die in die USA geflüchtet sind, temporäre Aufenthaltstitel gewähren. Aufgrund der außergewöhnlichen Bedingungen in Venezuela sei es aktuell nicht sicher, in das südamerikanische Land zurückzukehren, erklärte eine Regierungsbeamtin in Washington.

Die Regierung schätzt die Zahl der potenziellen Antragssteller auf etwa 320 000. Mit dem "Temporary Protected Status" können Personen in den USA auch eine Arbeitserlaubnis bekommen.

Für geflüchtete Venezolaner, die in den USA bleiben wollen, ist das eine hervorragende Nachricht:

"Es ist großartig, weil alle, die wie ich Asyl beantragen oder hier angekommen sind, aber noch kein Asyl erhalten haben, sich keine Sorgen machen müssen, dass sie abgeschoben werden. Wir haben 18 Monate Zeit, alles zu klären."

Oppositionsführer Juan Guaidó hat die Entscheidung gefeiert. In einem Tweet dankte er Biden für diesen Schritt "der Solidarität und zum Schutz der venezolanischen Migranten".

Auch der ehemalige Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles lobt die Maßnahme, die er als "Unterstützung und Beispiel für andere und als Engagement für die venezolanische Sache" bezeichnet.

Die Reaktion der Regierung von Nicolás Maduro ist anders. In einem Tweet forderte Außenminister Jorge Arreaza die "totale Aufhebung der willkürlichen Sanktionen, die Schmerz und Leid im venezolanischen Volk erzeugen".

Seit Anfang 2019 tobt in dem einst reichen Land ein Machtkampf zwischen der Regierung von Staatschef Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Das Land leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise, Millionen haben ihre Heimat verlassen.

Aus Mangel an Devisen und wegen US-Sanktionen kann es kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs importieren.