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12.843 Neuinfektionen: "Gemeinsam verhindern, dass die Zahlen explodieren"

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Jens Spahn beim Impfen in einer Arztpraxis in Berlin
Jens Spahn beim Impfen in einer Arztpraxis in Berlin   -   Copyright  Hannibal Hanschke/AP
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An diesem Freitag meldet das Robert Koch-Institut 12 834 neue bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Gleichzeitig sind 252 Menschen in Deutschland nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner:innen steigt auf 72,4.

Auf der Pressekonferenz in Berlin sprach sich Gesundheitsminister Jens Spahn für Impfungen in Hausarztpraxen aus. Mehr als 7 Prozent der Bevölkerung haben laut Spahn die erste Impfung bekommen. In Deutschland würden jetzt mehr als.270 000 Menschen am Tag geimpft. Auch die Arztpraxen sollten so früh wie möglich routinemäßig mitimpfen - spätestens ab Mitte April.

Zudem bestätigte Spahn, dass alle in Deutschland einen Schnelltest pro Woche erstattet bekommen.

Zum Schutz aller, die Inzidenz niedrig halten

RKI-Chef Lothar WIeler erklärte, es gelte zum Schutz aller, die Inzidenz niedrig zu halten und dafür zu sorgen, dass die Zahlen nicht explodieren. Es sei nicht wahr, dass die Zahlen höher seien, weil jetzt mehr Tests durchgeführt werden.

Gesundheitsminister Span sagte, er habe mit dem Ministerpräsidenten des Saarlandes telefoniert, wo es bereits 15 Prozent der Infektionen mit der südafrikanischen Variante gebe.

Hier können Sie gesamte Pressekonferenz im Video anschauen.

Auch in Italien liegt die Zahl der Neuinfektionen mit 25 673 zum Wochenende höher als in den Tagen zuvor. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen 373 weitere Todesfälle.

Kritik von Hausärzt:innen

Gesundheitsminister Jens Spahn besuchte zwar einen Impftermin in einer Arztpraxis in Berlin, doch schnell wird es kaum Impfen bei der Hausärztin oder dem Hausarzt geben. Solange der Impfstoff knapp ist, bleiben die Impfzentren prioritär. In Bayern sollen die Hausärtze am 1. April das Impfen aufnehmen.

Dabei kommt viel Kritik von der Basis. Dr. Martin Werner aus Laufen im Bertesgardener Land zweifelt am deutschen Organisationstalent, wenn er sieht, dass in Israel auch bei IKEA geimpft wird. Er sagt zur seiner Ungeduld und der seiner Kolleg:innen, die Patientinnen und Patienten zu impfen: "Wir scharren alle mit den Hufen."