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Karfreitag: 21 888 Neuinfektionen in Deutschland und neue Reisewarnung

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Von Euronews
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Kontrollen von Reisenden am Flughafen Frankfurt
Kontrollen von Reisenden am Flughafen Frankfurt   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Am Karfreitag meldet das Robert Koch-Institut 21 888 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland binnen 24 Stunden. Das sind etwas weniger als am Gründonnerstag, aber deutlich mehr als vor einer Woche. Mit 233 werden mehr Todesfälle als am Vortag verzeichnet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 134.

Für Berlin wird die 7-Tage-Inzidenz mit 130,8 angegeben. Der Senat schränkt die Kontakte in der Hauptstadt weiter ein: Von 21 bis 5 Uhr darf man sich im Freien nur allein oder zu zweit aufhalten. Tagsüber dürfen sich drin bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgerechnet.

In München lag die 7-Tage-Inzidenz am Karfreitag bei 104,3 und es wurde mit einer Verschärfung der Corona-Regeln gerechnet.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Osterwochenende einen weiteren Appell lanciert, in dem sie alle dazu aufforderte, nicht unbedingt notwendige Reisen zu unterlassen und die Feiertage mit möglichst wenig Kontakten zu verbringen.

Laut Mobiltätsdaten sind die Menschen in Deutschland trotz Lockdown viel mit der Bahn, Bussen oder Autos unterwegs. Florian Schumann fordert auf Zeit Online "Macht endlich ernst" und beklagt, dass einige Länderchefs die Gefahr durch britische Variante unterschätzen. Er schreibt: "Trotzdem geben sich führende Politikerinnen und Politiker immer noch überrascht von der Entwicklung. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier etwa sagte kürzlich: "Jeder, der behauptet, das alles hätte man schon vor acht Wochen wissen müssen – mit so etwas will ich mich nicht auseinandersetzen." Und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte im Landtag, man hatte die Hoffnung, die Zahlen würden im Frühjahr zurückgehen. Dass das nicht geschehe, sei "nervig". Wer so etwas sagt, hat sich nicht nur von der Wissenschaft als Entscheidungsgrundlage verabschiedet, er leugnet deren Erkenntnisse. Denn dass der Frühling und warmes Wetter allein nicht ausreichen würden, um die dritte Welle auszubremsen, ist unter ernst zu nehmenden Experten längst Konsens."

In den sozialen Medien macht der Auftritt der Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Institut bei Markus Lanz die Runde.

Update der Risikogebiete

Das Robert Koch-Institut zählt jetzt ganz Kroatien und die Region La Rioja in Spanien zu den Risikogebieten. Die Region Lissabon ist dagegen - wie fast ganz Portugal - kein Risikogebiet mehr.

Die ausführliche Liste des RKI finden Sie hier.

Weiterhin zu den Hochinzidenzgebieten, aus denen man nur mit negativem PCR-Test nach Deutschland einreisen darf und sich in Quarantäne begeben muss, zählt ganz Frankreich, die Region Moselle ist zudem Virusvariantengebiet.

Ohnehin müssen alle Flugreisenden, die in Deutschland ankommen, die Bestätigung eines negativen Coronavirus-Tests mitbringen. Die Kontrollen an den Flughäfen wurden verstärkt.