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3-tägige Parlamentswahlen in den Niederlanden haben begonnen

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3-tägige Parlamentswahlen in den Niederlanden haben begonnen
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In den Niederlanden haben die Parlamentswahlen begonnen. Damit die rund 13 Millionen Bürgerinnen und Bürger corona-sicher ihre Stimmen abgeben können, findet die Wahl zum ersten Mal an insgesamt drei Tagen statt. Am Montag und Dienstag sind etwa 20 Prozent der Wahllokale für Personen geöffnet, die zu den Risikogruppen gehören. Hauptwahltag ist der Mittwoch.

Erstmals war auch Briefwahl für im Land wohnende Bürger ab 70 Jahre gestattet.

Umfragen zufolge kann Ministerpräsident Mark Rutte damit rechnen, weiterzuregieren. Der Liberale regiert das Land seit über zehn Jahren und könnte jetzt eine vierte Amtszeit antreten. Wer aber sein Koalitionspartner wird, ist noch völlig offen. 37 Parteien stellen sich zur Wahl - ein neuer Rekord.

Die Corona-Politik ist ein zentrales Thema bei den Wahlen. In den vergangenen Wochen hatte es Demonstrationen und teils gewaltsame Krawalle gegen die Pandemie-Maßnahmen der Regierung gegeben. Am Wochenende waren zweitausend Menschen in Den Haag auf die Straße gegangen.

Die Polizei hatte die Veranstaltung aufgelöst. Ein Mann wurde festgenommen, weil er einen Beamten mit einem Stock angegriffen hatte. Die Menschen protestieren vor allem gegen eine nächtliche Ausgangssperre, die im ganzen Land gilt.

In den Umfragen liegt die rechtsliberale VVD von Ministerpräsident Mark Rutte unangefochten auf Rang 1 mit etwa 24 Prozent, gefolgt von der PVV des Rechtspopulisten Geert Wilders mit etwa 12 Prozent. Unsicher ist, ob die bisherige Koalition - VVD, christdemokratische CDA, linksliberale D66 und ChristenUnie - erneut eine Mehrheit erzielen wird.

Wahlergebnisse werden erst am späten Mittwochabend erwartet.